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RAID

Redundant Array of Independent Disks     oder     Redundant Array of Inexpensive Disks

Bei RAID-Systemen steht zunächst die Sicherheit von Festplatten-Daten im Vordergrund. Ein RAID-System ist nämlich in der Lage, Daten auf mehreren Festplatten abzulegen. RAID-Systeme setzen sich immer aus mehreren Festplatten zusammen. Der Begriff "RAID "Redundant Array of Inexpensive Disks" soll übrigens 1987 an der Universität von Kalifornien, Berkeley, festgelegt worden sein.
Im RAID System ist dazu ein Festplatten-Controller notwendig, der über integrierte Management-Funktionen verfügt. Für die Anwendungen und für das Betriebssystem stellt sich das Array (die Batterie einzelner Festplatten) als eine grosse Festplatte dar. Die Daten-Verwaltung - welche Daten werden wo abgelegt? - wird vom System selbst übernommen. 

Ein Merkmal moderner RAID-Systeme besteht, nebst der Sicherheit, zudem darin, dass defekte Platten im laufenden Betrieb ausgetauscht werden können, so dass ausser den Netzwerk-Administratoren üblicherweise niemand von einem Ausfall etwas merkt. 

RAID ist nicht gleich RAID
Es existieren mehrere "RAID-Levels", die über unterschiedliche Leistungsmerkmale verfügen. Die Grundlage der RAID-Technologie wird durch sogenannte "Stripe Sets" gebildet (stripe = Streifen). Dabei werden relativ kleine Datenblöcke - im Bereich von einigen kB - auf mehrere Festplatten verteilt.
Ursprünglich wurden die RAID-Levels 1 bis 5 definiert. Mitte der 90er Jahre sind noch die Levels 6 und 7 hinzugekommen. Allerdings kann vom Zahlenwert eines Levels nicht direkt auf die Qualität oder auf die Funktionalität des entsprechenden RAID-Systems geschlossen werden. Es handelt sich lediglich um eine von Professoren der Universität Berkeley ziemlich willkürlich gewählte Art der Bezeichnungsfindung. Da aber selbst diese Untergliederung noch nicht ausreicht, um sämtliche Leistungsmerkmale von RAID-Systemen zu spezifizieren, werden auch Kombinationen dieser Benennungen verwendet.

Aus den genannten RAID-Leveln lassen sich noch viele weitere Kombinationen ableiten. In der Praxis erstellen sich grössere Unternehmen massgeschneiderte Einzellösungen, die zwar auf einer oder mehreren RAID-Technologien basieren, jedoch nicht direkt in die genannten RAID-Standards eingereiht werden können. Beliebt sind beispielsweise auch die Kombinationen aus RAID 0 und RAID 3 oder aus RAID 3 und RAID 5. Hier beginnt allerdings schon das Bezeichnungschaos, denn die Kombination aus RAID 0 und RAID 3 wird mit RAID 53 bezeichnet, und die Kombination aus RAID 3 und RAID 5 nennt sich schliesslich RAID 8.

Neben den verschiedenen RAID-Levels existieren zusätzlich noch diverse Implementierungen von RAID. Bei Software-RAID-Lösungen beispielsweise wird ein Treiber ins Betriebssystem integriert, der RAID-Funktionalitäten enthält. Praktisch alle modernen Server-Betriebssysteme unterstützen verschiedene RAID-Levels. Allerdings sollte bei einer solchen Lösung zusätzliche Prozessor-Leistung eingeplant werden.
ABER ACHTUNG: Ein nicht zum RAID gehörendes Boot-Laufwerk, von dem der spezielle RAID-Treiber geladen werden soll, würde die angestrebte Sicherheit bei einem Ausfall sofort zunichte machen.

Ein externes RAID-System (SCSl to SCSl RAID) - eine hardwarebasierende RAID-Lösung - kennt diese Probleme dagegen nicht. Das Betriebssystem kann dabei direkt vom RAID-Controller geladen werden. Hier wird die RAID Funktionalität vom Controller gesteuert. Auch "Zwitterlösungen" sind verfügbar. So werden bei der AAA- oder bei der ARO-Serie von Adaptec RAID-Treiber auf dem Server eingesetzt, während die Berechnung der Redundanz-Informationen (Parität) auf einen Coprozessor auf dem RAID-Hostadapter ausgelagert ist.

Echte Hardware-RAID-Controller können (meist über SCSl an den Server angebunden) in einem eigenen Gehäuse untergebracht sein, was allerdings eine relativ teure Lösung ist. Im PC Server-Bereich finden sich meist Host-basierende RAID-Lösungen, wobei der Controller direkt in den Server eingesteckt wird. Damit sind sehr hohe Transferraten möglich, und die Konfiguration ist äusserst flexibel.

ÜBRIGENS: Nicht nur dann, wenn das RAID System zur Erhöhung der Datensicherheit eingesetzt wird, empfiehlt sich der Einsatz einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV).

 

Der RAID-Level 0 wird auch als "Non-Redundant Striped Array" bezeichnet. Die "0" steht also für "keine Redundanz" bzw. "keine Sicherheit".

  • Im RAID-0-System werden zwei und mehr Festplatten zusammengeschaltet, um die Schreib-Lese-Geschwindigkeit zu erhöhen - z.B. zur Verarbeitung von digitalen Video-Daten.
  • Die beim Benutzer entstehenden Daten werden in kleine Blöcke mit einer Grösse von 4 bis 128 kB aufgeteilt.
  • Diese Blöcke werden abwechselnd auf den Platten des RAID-0-Arrays gespeichert. So kann auf mehrere Platten gleichzeitig zugegriffen werden, was die Geschwindigkeit insbesondere bei sequentiellen Zugriffen erhöht.

Da bei RAID 0 keine redundanten Informationen erzeugt werden, gehen Daten verloren, wenn eine RAID-Platte ausfällt. Und da die Daten einer Datei auf mehrere Platten verteilt sind, lassen sich auch keine zusammenhängenden Datensätze mehr reproduzieren, selbst wenn nur eine Platte im RAID-0-Array ausfällt.


In einem RAID-1-System, auch "Drive Duplexing" genannt, werden auf zwei Festplatten identische Daten gespeichert. Es ergibt sich damit eine Redundanz von 100 Prozent. Fällt eine der beiden Platten aus, so arbeitet das System mit der verbleibenden Platte ungestört weiter. Die hohe Ausfallsicherheit dieses Systems wird allerdings meist nur in relativ kleinen Servern eingesetzt, da bei RAID 1 die doppelte Platten-Kapazität benötigt wird, was sich bei grossen Datenmengen schnell finanziell bemerkbar macht.


RAID 0+1 / RAID 0/1

Das wohl bekannteste Nested RAID ist 0+1. Hierfür benötigt man eine gerade Anzahl an Festplatten, mindestens jedoch vier Stück. Mit der Hälfte der Festplatten erstellt man ein Stripe Set (RAID 0), während das resultierende Konstrukt einfach gespiegelt wird (per RAID 1). Somit erhält der Anwender fast die vierfache Lese-Performance und etwa die doppelte Schreibperformance relativ zu einer einzelnen Festplatte. Da hierbei keine Parität berechnet werden muss, sind die Schreibzugriffe mit RAID 0+1 sehr schnell. 

Die Kombination aus RAID 0 und RAID 1 vereint die Vorteile in Bezug auf verbesserte Performance (RAID 0) und erhöhte Datensicherheit (RAID 1) zu einer Einheit. Die zur Verfügung stehende Speicherkapazität ist, wie man unschwer erraten kann, die halbe Kapazität der Summe aller vier Festplatten.

Wichtig ist bei Multiple oder Nested RAID-Konfigurationen die Namensgebung. Während ein RAID 0+1 im unteren Level mit Stripe Sets arbeitet und im oberen Level nur spiegelt, arbeitet ein RAID 10 genau umgekehrt.

 

RAID 2

Das RAID 2-System teilt die Daten in einzelne Bytes auf und verteilt sie auf die Platten des Platten-Arrays. Der Fehlerkorrekturcode (ECC = Error Correction Code) wird nach dem Hamming-Algorithmus berechnet und auf einer zusätzlichen Platten gespeichert. Da in allen modernen Festplatten bereits Methoden zur Fehlerkorrektur enthalten sind, spielt dieser RAID-Level in der Praxis keine grosse Rolle mehr.

 

RAID 3

In einer RAID-3-Konfiguration werden die Daten in einzelne Bytes aufgeteilt und dann abwechselnd auf den - meistens zwei bis vier - Festplatten des Systems abgelegt. Für jede Datenreihe wird ein Parity-Byte hinzugefügt und auf einer zusätzlichen Platte - dem "Parity-Laufwerk" - abgelegt. Beim Ausfall einer einzelnen Festplatte können die verlorengegangenen Daten aus den verbliebenen sowie den Parity-Daten rekonstruiert werden. Da moderne Festplatten und Betriebssysteme aber nicht mehr mit einzelnen Bytes arbeiten, findet auch der RAID-Level 3 kaum noch Verwendung.

 

RAID 4

Prinzipiell ist RAID 4 mit RAID 3 vergleichbar. Nur werden die Daten nicht in einzelne Bytes, sondern in Blöcke von 8, 16, 64 oder 128 kB aufgeteilt. Beim Schreiben von grossen sequentiellen (zusammenhängenden) Datenmengen lässt sich so eine hohe Performance erreichen. Werden verteilte Schreibzugriffe vorgenommen, muss jedes mal auf den Parity-Block zugegriffen werden. Für viele kleine Zugriffe ist RAID 4 demnach nicht geeignet.

 

RAID 5

Beim RAID-5-Level werden die Parity-Daten - im Unterschied zu Level 4 - auf allen Laufwerke des Arrays verteilt. Dies erhöht die Geschwindigkeit bei verteilten Schreibzugriffen. Engpässe durch die spezielle Parity-Platte können nicht entstehen. Bedingt durch diese Vorteile hat sich RAID 5 in den letzten Jahren beliebteste RAID-Variante für PC-Systeme etabliert.

 

RAID 6

RAID 6 bietet die höchste Datensicherheit. Dabei wird zum RAID-5-Verfahren eine weitere unabhängige Paritäts-Information auf einem zusätzlichen Laufwerk hinzugefügt. Dadurch werden allerdings die Schreibzugriffe wieder etwas langsamer.

 

RAID 7

Auch RAID 7 ist ähnlich wie RAID 5 aufgebaut. In der RAID-Steuereinheit wird bei RAID 7 aber zusätzlich ein lokales Echtzeitbetriebssystem eingesetzt. RAID 7 benutzt schnelle Datenbusse und mehrere grössere Pufferspeicher. Die Daten in den Pufferspeichern und auf den Laufwerken sind von der Datenübertragung auf dem Bus abgekoppelt (asynchron). So werden alle Vorgänge gegenüber den anderen Verfahren erheblich beschleunigt. Ähnlich wie bei RAID 6 kann die Paritätsinformation für eines oder mehrere Laufwerke generiert werden. Es lassen sich gleichzeitig unterschiedliche RAID-Level nutzen.

 

RAID 10

Dieses System verlangt nach zwei Paaren gespiegelter Arrays, die dann zu einem RAID-0-Array zusammengefasst werden. RAID 10 eignet sich insbesondere zur redundanten Speicherung von grossen Dateien. Da hierbei keine Parität berechnet werden muss, sind die Schreibzugriffe mit RAID 10 sehr schnell. Somit erhält der Anwender fast die vierfache Lese-Performance und etwa die doppelte Schreibperformance relativ zu einer einzelnen Festplatte. RAID 10 gilt übrigens auch als zusätzlich gestripte Version von RAID 1. 

Die Kombination aus RAID 1 und RAID 0 vereint die Vorteile in Bezug auf erhöhte Datensicherheit (RAID 1) und verbesserte Performance (RAID 0) zu einer Einheit. Die zur Verfügung stehende Speicherkapazität ist die halbe Kapazität der Summe aller vier Festplatten.

 

RAID 30

RAID 30 wird eingesetzt, wenn grosse Dateien sequentiell übertragen werden sollen. Es handelt sich um eine zusätzlich gestripte Version von RAID 3. Diese Version wurde von AMI (American Megatrends) entwickelt. Sie bietet Datensicherheit und sehr hohen Durchsatz. RAID 30 ist komplexer als niedrigere RAID-Level und benötigt mehr Platten. AMI benutzt RAID 30 mit sechs Festplatten.

 

RAID 50 / RAID 0+5

Werden sowohl grosse Datensicherheit wie auch schnelle Zugriffszeiten und hohe Datentransferraten benötigt, empfiehlt sich RAID 50. Auch diese Version stammt von AMI. Sie ist ebenfalls komplexer als niedrigere RAID-Level und benötigt ebenfalls sechs Festplatten. RAID 50 ist die gestripte Version von RAID 5.

 

RAIDIOS

RAID I/O Steering

Diese Art von RAID-Kontroller (auch ZCR > Zero Channel RAID genannt) wird in einen freien PCI- oder PCI-X-Slot gesteckt und besitzt keine weiteren Anschlüsse (0-Kanal). Der Kontroller ermöglicht es nun, die auf dem Mainboard befindlichen Anschlüsse in RAID-Funktion zu nutzen. Allerdings muss beachtet werden, dass das Mainboard in der Lage sein muss, den Kontroller ansteuern zu können.

 

RAM

Random Access Memory

Der Arbeitsspeicher eines Computers heisst RAM, weil man auf jede Speicherzelle wahlfrei zugreifen kann. RAMs sind in der Regel flüchtige Speicher - sie verlieren ihre Inhalte, wenn sie kein Betriebsspannung mehr zur Verfügung haben.

Die verschiedenen RAM-Typen seien hier kurz erklärt:

Beschreibungen von RAM werden Sie häufig so finden:
1024 MB DDR2 PC2-5400 667 MHz CL4-4-4-8

z. B.   1024 MB           DDR2         PC2-5400                667 MHz     CL4-4-4-8 entspricht:
Speichergrösse Speicherart Geschwindigkeit Taktfrequenz (MHz) Latenzzeiten

Rambus

Die Steigerung der Taktraten und der Rechengeschwindigkeit bei aktuellen Prozessoren hat dazu geführt, dass auch an sich sehr schnelle Speicher-Bausteine moderne Prozessoren ausbremsen können. Die Zugriffsgeschwindigkeit auf den Hauptspeicher spielt immer noch eine wichtige Rolle bei der Leistungsfähigkeit eines Computersystems.

Der Direct-Rambus-Speicher soll Computer beschleunigen. Mit raffiniertem, patentiertem Konzept bietet der Direct-Rambus sehr hohe Übertragungsraten. Die zusätzliche Komplexität, die dem Rambus eigen ist, macht Handhabung und Ausbau des PC jedoch nicht leichter. DRDRAM zeichnet sich gegenüber SDRAM dadurch aus, dass der Speichersystembus mit einer Taktrate von mindestens 400 MHz betrieben werden kann - deutlich schneller als der 100- oder 133 MHz FSB. Rambus soll laut unternehmensnahen Quellen sogar mit Systembus-Taktraten von 600, 700 und 800 MHz angeboten werden. 

Chipexperte Intel lieferte im Oktober 1999 erstmals die Speichertechnik Direct-Rambus-Dynamic-RAM aus - zusammen mit dem 840-Chip-Set für Workstations und Low-End-Server.
Die Rambus-Technik hatte es schwer bis zur Marktreife: Erstmals war sie für Juni 1999 angekündigt worden, dann für September. Zudem hatten Mitte '99 führende asiatische PC-Hersteller DRDRAM als zu teuer abgelehnt. Die Hersteller führten an, sie hätten die 820er- und 840er-Chip-Sets bereits getestet. Dabei sei ihnen aber der hohe Preis und die geringer als erwartet ausgefallene Leistung negativ aufgefallen. Es würde sich für sie daher eher lohnen, die herkömmlichen Synchronous-Dynamic-RAMs einzusetzen.

 

RAMDAC

RAM Digital to Analog Converter

Ein RAMDAC ist ein Chip auf der Grafikkarte, der für die Umwandlung von digitalen (Videospeicher) in analoge Bildsignale (Monitor) verantwortlich ist. Er enthält neben einem kleinen statischen Speicher, in dem Farbtabellen abgelegt sind, drei D/A-Wandler (für je eine der Grundfarben rot, grün, blau). Jeder dieser D/A-Wandler setzt den digitalen Farbwert für eine Grundfarbe mit Hilfe der Farbtabelle in einen, für den Monitor verständlichen analogen Spannungswert um. Der RAMDAC ist entweder auf dem Grafikchip oder als externer Baustein realisiert. Das Leistungsmerkmal des RAMDAC ist die Pixelfrequenz, also die Anzahl der Pixel die der RAMDAC pro Sekunde umwandeln kann. Je höher die Geschwindigkeit des RAMDAC, desto höher kann die Auflösung bzw. die vertikale Bildwiederholfrequenz gewählt werden.

Rändelschrauben

Thumbscrews (Rändelschrauben) können von blosser Hand gedreht werden. Sie ermöglichen damit eine schnelle und einfache (ohne weitere Hilfsmittel) Befestigung von Gehäusen-Seitenteilen, Netzteilen und anderen Teilen mit Grobgewinde - Sie brauchen also nicht extra einen Schraubendreher zu suchen, sondern können endlich alle Komponenten von Hand ein- und ausbauen

 

 

RAS

Remote Access Service

Dienst, über den man zum Beispiel bei Windows NT ins Internet gelangt oder von aussen ins interne LAN einwählen kann.

Auch aus der Ferne muss der Reisende nicht auf die Schätze seines heimischen Computers verzichten. Denn er kann sich über Remote Access einloggen, um Daten hervorzuzaubern oder sich den entfernten Desktop komplett anzeigen zu lassen. Dokumente lassen sich per Drag und Drop von Desktop zu Desktop verschieben, E-Mails und Verzeichnisse synchronisieren, wie als würde man in Echt vor dem zu Hause gebliebenen Rechner sitzen. Auch viele Firmen erlauben es inzwischen ihren Mitarbeitern, von Unterwegs aus am zentralen Netz anzudocken. Angestellte an Heimarbeitsplätzen arbeiten so im Team mit den Bürogängern.

 

Rauschspannungsabstand

Auch Fremdspannungsabstand; ist ein Wert, ausgedrückt in dB (Dezibel), der angibt, wie hoch der Anteil unvermeidbarer (bauartbedingter) Störgeräusche (z.B. Störspannungen aus Brummen, Rauschen, Prasseln, Knacken etc.) im Signalweg ist. Je höher der Fremdspannungsabstand, desto geringer die Störgeräusche. Gute Werte sind z.B. 80 dB für den Phono-MM-Eingang, 77 dB für den Phono-MC-Eingang und 80 dB für den Hochpegel-Eingang (z.B. Harman-Kardon HK690 lt. Herstellerprospekt).

 

RAW

(englisch raw = roh)

Als Rohdatenformat oder RAW bezeichnet man ein jeweils herstellerabhängiges Dateiformat bei Digitalkameras, bei dem die Kamera die Daten nach der Bildwandlung weitgehend ohne Bearbeitung auf das Speichermedium schreibt. Bei der Verarbeitung eröffnet sich dem Digitalfotografen eine ganz neue Qualitätsdimension der digitalen Bilder, die kaum vergleichbar ist mit dem "Datensalat", den die Automatikfunktionen der Kamera liefern. Beispielsweise haben Bilder im Rohdatenformat erheblich feinere Abstufungen der Helligkeits- und Farbwerte; JPEG bietet 8 Bit pro Farbkanal (256 Helligkeitsabstufungen, 16.8 Mio. Farben) für jeden Bildpunkt, demgegenüber speichern Rohdatenformate meist 10, 12 oder 14 Bit (1.024 bis 16.384 Stufen, im Profi-Sektor mitunter auch mehr).

Obwohl sich die Funktionsweise der digitalen Bildsensoren verschiedener Hersteller im Allgemeinen nicht wesentlich unterscheidet, sind die abgespeicherten RAW-Formate zueinander nicht kompatibel.

RDRAM

Rambus DRAM

-> siehe Rambus

RDS

Das Radio Data System (Radiodatensystem) ermöglicht die Übermittlung von Nicht-Audio-Zusatzinformation beim Radio bzw. Rundfunk.

RDS-Erkennung wird hauptsächlich in Autoradios verwendet, da es durch die Übertragung der Alternativfrequenzen möglich ist, ohne Benutzereingriff automatisch die Frequenz zu wechseln und somit einem einmal eingestellten Programm zu folgen. Dies erspart das manuelle Suchen nach der neuen Frequenz, wenn das Fahrzeug auf der Fahrt den Sendebereich eines Senders verlässt. Das RDS-Signal muss spezifisch für jeden Senderstandort erzeugt werden, meistens direkt am Sender.

RDS bietet neben den verbreitet genutzten Funktionen für Programmkennung, Verkehrsfunk und Alternativfrequenzen weitere Möglichkeiten für Zusatzinformationen/Services, die aber von den Sendern nur vereinzelt genutzt und von vielen Geräten nur teilweise unterstützt werden:

  • Programme Service Name (PS)
  • Programme Type (PTY)
  • PTY-31 1
  • Traffic Programme (TP)
  • Traffic Announcement (TA)
  • Enhanced Other Networks (EON)
  • Traffic Message Channel (TMC)
  • Alternative Frequency (AF)
  • Program Identification (PI)
  • Radio Text (RT)
  • Music/Speech (MS)
  • Clock Time (CT)
  • Open Data Applications (ODA)

ReadyBoost

ReadyBoost ist der Name einer Cache-Technik, die im Betriebssystem Microsoft Windows Vista inbegriffen ist. Ein Computer mit Windows Vista kann durch die Einbindung von Flash-Speicher auf einem USB-Stick, SD-Card, Compact Flash, oder einer anderen Art Flash-Speicher geringere Reaktionszeiten ermöglichen und dadurch die Systemleistung erhöhen.

Bei Anwendung eines ReadyBoost-fähigen Speicher-Gerätes zur Zwischenspeicherung ermöglicht Windows Vista wahlfreie Lesevorgänge mit einer Geschwindigkeit, die üblicherweise 8-10 mal grösser ist als die herkömmlichen Lesevorgänge von einer Festplatte.

Rendering

Englische Bezeichnung für "Übersetzung" oder "Übertragung". Im CAD- und Grafikbereich versteht man unter Rendering die optische Aufwertung eines dreidimensionales CAD-Modells oder eines zweidimensionalen Pixelbildes mittels computerunterstützter Prozesse / Algorithmen. Dazu können beliebige Lichtquellen positioniert sowie Farben bzw. Texturen und jede Menge Effekte zugeordnet werden.

 

Repeater

Ein Repeater, ein Verstärker, dient dazu, die maximale Reichweite eines Signals zu erhöhen. Durch Repeater lassen sich mehrere (Netzwerk-) Segmente miteinander verbinden und demzufolge der Gesamtumfang eines LAN ausdehnen. Mittels Repeater kann ein Ethernet-LAN maximal fünf Segmente umfassen, die dann für die Netzwerk-Protokolle ein einziges Segment bilden. Die MAC-Adressen aller Rechner eines durch Repeater gebildeten Gesamtsegments sind allen anderen Maschinen bekannt.

 

ReWire

ReWire ist 1998 von Propellerheads Software entwickelt worden. Dabei handelt es sich um eine Software-Schnittstelle, um Audiodaten in Echtzeit zwischen verschiedenen Programmen zu nutzen. Z.B: Gemeinsame Nutzung von Steinberg Cubase als Audio-Recorder und Propellerheads Reason als virtuelles Instrument.

 

RFC

Request For Comment

Internet Standards werden durch bestimmte Dokumente definiert: Diese Dokumente werden von Kommittees entwickelt und stehen danach dem Interessierten zum Kommentar offen. Ein solches Dokument wird RFC genannt.

 

RFD

Request For Discussion

RFD ist eine Aufforderung an Mitglieder einer Newsgroup oder Mailing-List, ein gestelltes Thema kritisch zu diskutieren und Vorschläge zu machen.

 

RFID

Radio Frequency Identification

Der englische Begriff Radio Frequency Identification (RFID) bedeutet im Deutschen Identifizierung mit Hilfe von elektromagnetischen Wellen. RFID ist ein Verfahren zur automatischen Identifizierung von Gegenständen und Lebewesen. Neben der berührungslosen Identifizierung und der Lokalisierung von Gegenständen steht RFID auch für die automatische Erfassung und Speicherung von Daten.

Ein RFID-System besteht aus einem Transponder, der sich am oder im Gegenstand bzw. Lebewesen befindet und diese kennzeichnet sowie einem Lesegerät zum Auslesen der Transponder-Kennung. Das Lesegerät enthält eine Software (ein Mikroprogramm), das den eigentlichen Leseprozess steuert und eine RFID-Middleware mit Schnittstellen zu weiteren EDV-Systemen und Datenbanken.

In der Regel erzeugt das Lesegerät ein elektromagnetisches Hochfrequenzfeld geringer Reichweite, vorzugsweise mit Induktionsspulen. Damit werden nicht nur Daten übertragen, sondern auch der Transponder mit Energie versorgt. Nur wenn grössere Reichweiten erzielt werden sollen und die Kosten der Transponder nicht sehr kritisch sind, werden aktive Transponder mit eigener Stromversorgung eingesetzt. Meist wird die Frequenz 13,56 MHz benutzt, auf die auch Warnsysteme vor RFID-Einsatz ansprechen.

RFID-Transponder können so klein wie ein Reiskorn sein und implantiert werden, etwa bei Haustieren. Die schnelle Verbreitung dieser Technik ergibt sich aus der Kombination von Kleinheit der Transponder, unauffälligen Auslesemöglichkeiten (z. B. neuer Pass) und geringem Preis der Transponder (teilweise im Cent-Bereich). Diese neue Technik verdrängt zunehmend den heute noch weit verbreiteten Barcode.

Verliehene Bücher mit RFID-Chips werden durch ein Lesegerät verbucht  
     
  RFID-Chip mit Antenne
     
13,56 MHz Transponder  

RGB

Rot, Grün, Blau

RGB ist ein Farbmodell, bei dem sich alle Farben aus einem Mischungsverhältnis der drei genannten Farben ermischen lassen (additive Farbmischung):

  • G + B = cyan
  • R + G = gelb
  • R + B = magenta
  • R + G + B = weiss
  • keine Farbe = schwarz
  • für Farbmonitore verwendet

-> siehe additive Farbmischung

 

Richtcharakteristik

In der Mikrofonie beschreibt die Richtcharakteristik das Verhältnis der Empfindlichkeit eines Mikrofons in Abhängigkeit vom Schalleinfallswinkel. Man kann dabei zwischen den Verhältnissen im Direktfeld und im Diffusfeld differenzieren.

Der Richtcharakter hängt ab von der Bauform der Mikrofonkapsel und von äusseren Formelementen (z.B. Richtrohr). Die Stärke der Richtwirkung beschreibt man mit dem Bündelungsgrad bzw. dem Bündelungsfaktor. Die Richtwirkung ist durch charakteristische Muster gekennzeichnet:

  • Kugel (Kugelcharakteristik = ungerichtet)
  • Niere (Nierencharakteristik)
  • Acht (Achtercharakteristik = Dipol)

Misch- und Sonderformen sind:

  • Breite Niere (Breite Nierencharakteristik)
  • Superniere (Supernierencharakteristik)
  • Hyperniere (Hypernierencharakteristik)
  • Keule (Keulencharakteristik)
Kugel Breite Niere Niere Hyperniere Acht Keule

Weitere Informationen: http://de.wikipedia.org/wiki/Richtcharakteristik

 

Rifle Bearing

Von Cooler Master speziell für PC-Lüfter entwickelte Verbesserung des Gleitlagers. Es ist leiser als Kugellager und Gleitlager und bietet eine Betriebsdauer von mindestens 40'000 Stunden.

RIMM

Rambus In-Line Memory Module

Ein RIMM ist ein 184-poliges Speichermodul, das die RDRAM Speichertechnologie unterstützt. Ein RIMM-Speichermodul kann bis zu maximal 16 RDRAM-Chips enthalten.

 

RISC-Technologie

Reduced Instruction Set Computer  (gemeint sind Computer oder Prozessoren mit reduziertem Befehlssatz).

IBM-Forscher John Cocke bewies 1974, dass ganze 20 Prozent aller möglichen Rechenoperationen eines Prozessors 80 Prozent der Rechenarbeit leisten. Daraufhin wurde die RISC-Technologie entwickelt:

  • Das Repertoire an Prozessor-Instruktionen ist hier auf das Nötigste reduziert (der Befehlssatz beträgt maximal 100 Maschinenbefehle) und
  • der Prozessor-Takt lässt sich besser anpassen, da weniger Transistoren gebraucht werden.

Dadurch erhöht sich die Arbeitsgeschwindigkeit gegenüber der CISC-Technologie, die mit mehr als 300 Maschinenbefehlen ausgestattet ist. Prozessoren dieser Reihe sind u.a. der Alpha Chip der Firma DEC, der Motorola PowerPC oder die Prozessoren des Herstellers MIPS.

 

Riser-Karte

Wenn eine normale Anordnung der Erweiterungskarten nicht möglich ist, wird eine Riser-Karte eingesetzt. Dies ist zum Beispiel der Fall bei sehr flachen Desktop-Gehäusen. Die Grafikkarte und evt. PCI-Karten werden auf die Riser-Karte gesteckt, welche wiederum auf dem Mainboard platziert wird. Dann liegen die Erweiterungskarten parallel zum Mainboard im Gehäuse.

 

RJ10

12.01.1044 (4 Drähte / 4 Kerben) 

Kommt selten vor. Telefonhörer haben z.B. solche Stecker.

 

RJ11

12.01.1064 (4 Drähte / 6 Kerben)

Wird z.B. für Telefon- oder ADSL Verbindungen und Verlängerungen benötigt.

 

RJ12

12.01.1066 (6 Drähte / 6 Kerben)

Kommt bei Druckerverlängerungsböxli und ähnlichem vor.

 

RJ45

12.01.1088 (8 Drähte / 8 Kerben)

International genormter 8-poliger Anschluss-Typ für ISDN- und Netzwerk-Kabel. -> Bild

 

RMS

Route Mean Square

Audio: Die dauerhaft verfügbare Leistung eines Lautsprechers.

Neben Gleichstrom, dessen Werte leicht zu bestimmen sind, gibt es zahlreiche andere Formen des elektrischen Stromes vor allem den Wechselstrom und Ströme, die aus aufeinanderfolgenden Impulsen bestehen. Der Wechselstrom der Versorgungsnetze besteht aus Impulsen mit wechselnder Polarität, deren Grösse während ihres Ablaufs von Null bis zu einem Maximalwert steigt und dann wieder auf Null zurückgeht. Der Ablauf folgt periodisch den Sinuswerten der Winkel von Null bis 360 Grad und hat daher die Bezeichnung "Sinusform".

Um die Grössenordung dieser Ströme unabhängig von Momentwerten, Spitzen- und Minimalwerten zu kennzeichnen, wird der Effektivwert angegeben. Beim sinusförmigen Industrie- und Haushalts-Wechselstrom ist der Effektivwert um den Wert
\frac {1} {\sqrt 2} = 0,7071
kleiner als Spitzenwert der Spannung oder des Stromes.

Der Scheitelfaktor (Crestfaktor) bezeichnet das Verhältnis von Scheitelwert (Spitzenwert) und Effektivwert. Er ist abhängig von der Wellenform des Signales. Für harmonische (sinusförmige) Signale beträgt er 1,414.

Wird bei der Angabe von Wechselspannung keine zusätzliche Angabe gemacht, so ist immer der Effektivwert gemeint. Im technischen Bereich wird für den Effektivwert häufig der englische Begriff RMS verwendet.

 

Roaming

Roaming (zu deutsch: herumwandern) beschreibt das Wechseln mobiler Stationen von einer Basisstation zur nächsten.

Beispiel Mobiltelefon:
Um im Ausland das eigene Handy nutzen zu können, muss in der Regel auf Dienstleistungsangebote und Kommunikationsnetze fremder, ausländischer Dienst-Anbieter zurückgegriffen werden. Dabei wird die Abrechnung der in Anspruch genommenen Dienste ausländischer Provider und Netzanbieter vom eigenen, heimischen Provider übernommen, der seinerseits intern mit dem jeweiligen Fremdanbieter abrechnet. Häufig werden beim Roaming zusätzlich zu den üblichen Kommunikationsgebühren sogenannte "Roaming-Gebühren" berechnet, welche unter Umständen die Kosten für den Roaming-Service drastisch in die Höhe treiben können.

 

Rohling

Eine CD-R wird als auch Rohling bezeichnet, weil er noch unbespielt, also "roh" ist.

-> siehe CD-R

 

RoHS

Restriction of Hazardous Substances

Der Begriff RoHS bezeichnet zusammenfassend die EG-Richtlinie 2002/95/EG zum Verbot bestimmter Substanzen bei der Herstellung und Verarbeitung von elektronischen Geräten und Bauteilen, sowie die jeweilige Umsetzung in nationales Recht. Ziel ist, unter anderem die bleifreie Verlötung elektronischer Bauteile durchzusetzen oder auch giftige Flammhemmer bei der Herstellung von Kabeln zu verbieten sowie die Einführung entsprechender Ersatzprodukte zu forcieren. Desweiteren müssen auch die verwendeten Bauteile und Komponenten selbst frei von entsprechenden Stoffen sein. Dies hat direkte Auswirkung auf beteiligte Firmen wie Importeure, Einzelunternehmen (auch kleine Hardwarefirmen) oder Geschäfte und Handelsketten und demzufolge in letzter Konsequenz auch für den Verbraucher.

Hierzu zählen Blei, Quecksilber, Cadmium, sechswertiges Chrom, Polybromierte Biphenyle(PBB) und Polybromierte Diphenyl-Ether(PBDE).

Es wird erwartet, dass die Liste der verbotenen Stoffe und Substanzen bereits in naher Zukunft erweitert - und auch einer steten Erweiterung unterliegen - wird. Unter anderem werden Phosphor und PVC als Stoffe genannt, die demnächst auf diese Liste kommen könnten

Vorerst ausgenommen sind medizinische Geräte sowie Überwachungs- und Kontrollinstrumente und durch die Erfüllung der Altautoverordnung auch die Autoelektronik. Weiterhin sind Bleianteile in Glas bzw. Glasfritten zulässig.

 

Rote Augen Effekt

Die Entstehung des unbeliebten "Rote Augen Effekts" sei hier kurz erklärt:
Bei wenig Licht öffnet sich die Pupille des Auges. Wird jetzt ein Blitzlicht ausgelöst, so wird der Hintergrund des Auges, also die Netzhaut, beleuchtet. Diese ist sehr stark durchblutet und erscheint deswegen auf dem Bild rot.
Rote Augen sind zu vermeiden, indem man vor dem eigentlichen Blitz einen Vorblitz abgibt, der die Pupillen veranlasst, sich zusammenzuziehen. Somit ist es beim danach folgenden Hauptblitz nicht mehr möglicht, die Netzhaut so stark zu erhellen, dass sie auf dem Foto sichtbar wird.

 

Router

Ein Router verbindet zwei Netzwerksegmente logisch miteinander (im Unterschied zum Repeater, der zwei Segmente physisch miteinander verbindet). Der Router ist dafür zuständig, Daten, die nicht für das eigene Segment bestimmt sind, an ein anderes oder den nächsten Router weiterzuleiten. Daten für das lokale Segment gehen nicht über den Router hinweg, während ein Repeater unterschiedslos alle Daten weiterleitet.
Ein Router ermöglicht die Verbindung über eine abweichende Netzwerk-Topologie: Zwei Ethernet-Netze lassen sich zum Beispiel per ISDN koppeln - und es muss dazu kein Ethernet-Kabel zwischen den beiden lokalen Netzen verlegt werden.

Prinzipiell lässt sich jede Übertragungstechnik für die Netzwerk-Kopplung nutzen. Lange Zeit wurden vor allem Standleitungen zu diesem Zweck genutzt. Inzwischen sind vor allem Mini-Router populär, die zur Übertragung ISDN nutzen. Der sogenannte "Short Hold"-Mode erlaubt es, eine bestehende Verbindung jederzeit zu unterbrechen und in Sekundenbruchteilen wieder aufzunehmen. Unterstützen die Übertragungseinrichtungen auf beiden Seiten diesen Modus, so brauchen gebührenpflichtige Verbindungen nur in der Zeit aufgebaut zu werden, die für die Datenübertragung benötigt wird.

Der prinzipielle Unterschied zwischen einem Router und einer Modem- oder ISDN-Einwahlverbindung in einen Remote-Server ist die völlige Transparenz des Routers: Die Router verhalten sich wie Netzwerk-Komponenten (wie Hubs, Switches oder Bridges), benötigen keine PC-Rechenleistung und lassen sich zum Beispiel mit dem SNMP-Protokoll übers Netzwerk administrieren. Authentifizierung und Verschlüsselung führt die Hardware automatisch durch. Voraussetzung für diese transparente Arbeitsweise ist allerdings, dass der Router alle verwendeten Netzwerk-Protokolle unterstützt. Da der Trend in lokalen Netzwerken ohnehin stark zum Internet-Protokoll TCP/IP geht, ist dieses Protokoll für Netzwerke mit Remote-Anbindung geradezu prädestiniert. Das Intranet der Firma kann auf diese Weise um eine oder mehrere Remote-Stationen erweitert werden. Per Definition wird das lokale Netzwerk des Heimarbeiters somit zum Extranet. Der Netzwerk-Administrator muss allerdings dafür sorgen, dass alle von der Remote-Station benötigten Funktionen über das IP-Protokoll erreichbar sind.

Für die Verbindung zur Gegenstelle nutzen moderne Router Protokolle wie PPI oder HDLC. Beide eignen sich auch besonders gut für ISDN-Verbindungen. Doch auch andere Verbindungstypen wie x.25 oder SMDS kommen als Transport-Protokolle in Frage. Sofern die miteinander verbundenen Router kompatible Transport- und Netzwerk-Protokolle unterstützen, lassen sich auch Router unterschiedlicher Hersteller kombinieren. Viele Routerhersteller bietet ausserdem Datenkompression an, um die chronisch zu knappe Bandbreite besser zu nutzen. Der Router der Gegenstelle übersetzt solche Datenpakete wieder ins ursprünglich Protokoll und leitet sie ins entfernte Netz weiter.

Da in Firmen häufig mehrere Router-Verbindungen gleichzeitig ankommen, sind dort vor allem Rack-Systeme üblich, die mehrere Ports unterstützen. Beim Client im Home-Office wird dagegen in der Regel ein Mini-Router installiert, der einen oder zwei ISDN-Kanäle unterstützt.

 

RPC

Remote Procedure Call

Eine von SUN entwickelte Technik, um Teile eines Programmes auf entfernten Systemen zu starten. RPC macht quasi Unterprogramm-Aufrufe über ein Netzwerk. Da in der Vergangenheit viele Systeme über Schwachstellen in RPC Diensten gehackt wurden, sollten Systeme mit direkter Internet-Verbindung keine RPC Dienste anbieten. Bei Windows lässt sich allerdings der RPC nicht ausschalten, das System muss zwingend mit einer Firewall abgesichert werden.  Das berüchtigte "Lovesan"- oder "Blaster"-Virus nutzt eine Schwachstelle im Windows-RPC aus, um ohne Einwirkung des Benutzers PCs zu infizieren, welche ungeschützt am Internet angeschlossen sind.

-> siehe auch LPC

RP-SMA

oder Reverse-SMA

Der Reverse-SMA-Steckerverbinder (RP-SMA) wird oft fälschlicherweise mit dem SMA-Steckerverbinder verwechselt, da dieser äusserlich gleich aussieht. Die Innenteile sind aber vertauscht. Reverse-SMA (RP-SMA) wird oft für Antennenanschlüsse an WLAN-Geräten benutzt.

RSS

RSS ist eine Technologie, die es dem Nutzer ermöglicht, die Inhalte einer Webseite – oder Teile davon – zu abonnieren. Die neuen Inhalte können so automatisch auf die Computer (oder andere Endgeräte) des Abonnenten geladen werden, sobald sie veröffentlicht werden. Dadurch bekommt der Abonnent die jeweils neuesten Informationen automatisch und bequem geliefert. Auf RSS basierende Funktionen werden zunehmend in bestehende Anwendungen integriert, z. B. E-Mail-Programme oder Webbrowser.

Das Abonnement ist aber nicht auf reine Text-Inhalte beschränkt, Verwendungen wie beispielsweise in Podcasts zeigen, dass man auch Audio- oder Video-Inhalte via RSS abonnieren kann, die dann beispielsweise auf tragbare Musikplayer geladen werden. Die Bereitstellung von Daten im RSS-Format nennt man auch RSS-Feed. Die RSS-Technologie hat sich vor allem dank der Weblogs durchgesetzt, da die meisten Autoren sehr früh RSS-Feeds für ihre Artikel anboten. Dadurch, dass die Inhalte via RSS in einem standardisierten Format vorliegen, eignen sie sich auch für die maschinelle Weiterverarbeitung. So lassen sich mittels RSS beispielsweise Texte einer Webseite automatisch in eine andere Webseite integrieren.

Technisch gesehen ist RSS eine Familie von XML-basierten Dateiformaten. Die Abkürzung RSS hat in den verschiedenen technischen Spezifikationen eine unterschiedliche Bedeutung:

  • Rich Site Summary
  • RDF Site Summary RSS 1
  • Really Simple Syndication RSS 2

 

RS-232

Diese seriellen Anschlüsse eines Computers, auch als "COM-Ports", als Kommunikations-Anschlüsse, bezeichnet, sind Schnittstellen (9 oder 25-polig), welche die Daten bitweise (hintereinander, seriell) übertragen und werden zur Verbindung zweier Rechner per Nullmodemkabel oder zum Anschluss der Maus oder eines Modems verwendet. 

Der RS-232-Standard wurde im Lauf der Zeit durch die flexibleren und schnelleren USB- und FireWire-Schnittstellen abgelöst. Er ist im 21. Jahrhundert nur noch bei Legacy-Geräten sowie bei Mess- und Steuergeräten in Gebrauch.

 

RTAS

Real Time Audio Suite

Proprietäre Plugin-Schnittstelle, die von Digidesign entwickelt wurde. Eingesetzt wird RTAS in der ProTools-Software von Digidesign. Die Schnittstelle ist im Gegensatz zur VST-Schnittstelle nicht frei verfügbar.

 

RTP

Das Real-Time Transport Protocol ist ein Protokoll zur kontinuierlichen Übertragung von Multimedia-Datenströmen (Audio, Video, Text, etc.) über  IP-basierte Netzwerke, d.h. die Daten zu kodieren, zu paketieren und zu versenden. RTP ist ein Paket-basiertes Protokoll und wird normalerweise über UDP betrieben. Es findet Anwendung in vielen Bereichen, u.a. wird es bei den IP-Telefonie-Technologien H.323 und SIP dazu verwendet die Audio-/Videoströme des Gespräches zu übertragen. Während das RealTime Streaming Protocol (RTSP) der Steuerung und Kontrolle der Datenübertragung dient, besteht die Funktion von RTP hauptsächlich in der Übertragung echtzeitsensitiver Daten.

 

 

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