#     A     B     C     D     E     F     G     H     I     J     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     Sch     St     T     U     V     W     X Y Z

 

 

M

MAC / MAC-Adresse

Media Access Control

Ein Zugangsverfahren zum eigentlichen Medium (Kabel) eines Netzes, das im Netzwerkcontroller implementiert ist - also beispielsweise in der Netzwerkkarte. Diese verfügt über eine so genannte MAC-Adresse (oder Hardware-Adresse), durch die eine Station eindeutig im Netz identifiziert ist. Netzwerkadressen (etwa IP-Adressen) werden zum eigentlichen Datenaustausch immer auf MAC-Adressen abgebildet. Die MAC-Adressen sind bei Netzwerkkarten und anderen Geräten in einem nichtflüchtigen Speicher festgehalten und weltweit für jedes Gerät eindeutig. Es handelt sich sozusagen um die unverwechselbare Seriennummer eines Netzwerkgerätes. Die Adressen werden aus 48 bit gebildet. Diese werden normalerweise als 6 Hexadezimalzahlen dargestellt. Zum Beispiel: 00-30-67-34-00-1A. Die ersten drei Hexzahlen geben einen Herstellercode an (hier 3Com). Die restlichen Zahlen werden intern zur Kodierung genutzt.

Datenpakete im Netzwerk werden immer über die MAC-Adresse zugestellt, alle anderen Adressierungsarten müssen immer auf diese Hardware-Adresse umgesetzt werden - beispielsweise durch ARP.

 

Mainboard

Auch Motherboard oder Hauptplatine genannt.

Das Mainboard ist quasi die zentrale Bühne, auf der die weitere Hardware aufgebaut wird: die Speicherbausteine (RAM), die Grafikkarte, die CPU usw.

Auf der Abbildung ist ein ASUS P4C800-E Deluxe Mainboard für den Intel Pentium 4 Prozessor zu sehen, es besitzt 1 AGP-Slot sowie 5 PCI-Slots.

 

MB / MByte / Megabyte / Mebibyte

MB ist eine Speicher-Messgrösse. Sie bezeichnet die Kapazität eines Speichers (z.B. RAM, Disketten, Flash-Speicher, CD-ROMs).  M steht für Mega (also für  "1 Million"). Ein MB ist vereinfacht eine Million Bytes, es haben sich aber drei verschiedene Definitionen eingebürgert:

1 MB (Megabyte) = 1.000.000 Byte

  • Festplatten
  • CD/DVD Medien
  • Flash-Speicher

1 MB (Mebibyte) = 1.048.576 Byte

  • Arbeitsspeicher

1 MB = 1.024.000 Byte (1000 * 1024 Byte!)

  • Floppy Disk

Nicht zu verwechseln ist MB (Megabyte) mit Mb (Megabit). Ein Megabit entspricht 1'000'000 bits.

-> siehe bit

 

Mb / Mbit / Megabit

Megabit

Megabit wird als Messgrösse für Datenübertragungen (z.B. Telekommunikationsleitungen oder Ethernet) verwendet.

 1 Mb = 125.000 Byte = 1.000.000 bit

-> siehe bit

 

MBM

Psion MultiBitMap ist das Originaldateiformat der Psion-Produkte aus dem Bereich der Mobile Computing-Lösungen. MBM-Dateien können ein oder auch mehrere Einzelbilder enthalten. Das MBM-Format unterstützt Grauwert- oder Schwarz-Weiss-Bilder mit Farbtiefen von 1, 2, 4 und 8 Bits pro Pixel und Farbbilder mit Farbtiefen von 4, 8, 12, 16 und 24 Bits pro Pixel. Die Einzelbilder können in MBM-Dateien komprimiert oder nicht komprimiert gespeichert werden.

Mbps

Megabit per second

Mbps bezeichnet eine Datenübertragungsrate. Hierbei steht M für Mega (entspricht 1 Million), b für bit, p für per und s für second.

-> siehe bit

 

MCGA

Multicolor Graphics Array

MCGA emulierte einerseits die CGA-Modi (320 x 200 Pixel mit 4 Farben und 640 x 200 Pixel mit 2 Farben), stellte andererseits Auflösungen von 640 x 480 Pixel mit 2 Farben und 320 x 200 Pixel mit 256 Farben zur Verfügung.

In der c't 1/990 war dazu zu lesen: "Das Multi Color Graphics Array ist eine abstruse Halb-VGA auf dem Mainboard des IBM Modell 30. Sollte es MCGA-Steckkarten geben, so ignorieren Sie diese zugunsten vollwertiger VGA-Karten. VGA, nicht MCGA heisst der akzeptierte neue Standard."

--> für weitere Auflösungen siehe Grafikstandard

 

MDA

Monochrom Display Adapter

MDA bezeichnet eine Grafikkarte ohne Farbunterstützung, die 1981 von IBM auf den Markt gebracht wurde.

IBMs Monochrom Display Adapter ermöglichte ausschliesslich Textdarstellung mit einer Auflösung von 720 x 350 Bildpunkten. Die Schriftzeichen liessen sich relativ fein (9 x 14 Punkte) auflösen, und es verblieb zwischen den Zeichen - ganz anders als bei CGA - genügend Abstand, um Texte ohne Mühe lesen zu können. Der MGA der Firma Hercules bietet zusätzlich zum MDA-Textmodus auch Grafik mit 720 x 350 Bildpunkten und hat seinerzeit den MDA quasi vom Markt verdrängt.

-> für weitere Auflösungen siehe Grafikstandard

 

Mediaguard

Mediaguard bezeichnet die hauseigene Verschlüsslungsnorm des französischen Programmanbieters Canal+.

 

Megapixel (MP)

Der bei Digitalkameras angegebene Megapixel-Wert gibt die Abbildungsfähigkeit des elektronischen Sensors wieder. Ein Megapixel sind eine Million Pixel (Bildpunkte). Dabei verbirgt sich hinter der Zahl der Pixel das Produkt aus Bildabmessung (Höhe und Breite) und Auflösung, also die Anzahl der Bildpunkte auf einer bestimmten Fläche.

Dieses Verhältnis lässt sich als mathematische Formel wiedergeben: Pixelzahl = Auflösung x  Abmessung. Die Auflösung wird mit dem Mass ppi (pixel per inch) angegeben, bei der Druckausgabe spricht man allerdings meist von dpi (dots per inch).

Das Foto einer Digitalkamera hat eine Standardauflösung von 72 ppi, die auch der Auflösung des normalen PC-Bildschirms entspricht. Beim Druck mit einem Tintenstrahldrucker wird aber eine Auflösung von etwa 200 dpi benötigt, so dass die Bilddatei vor dem Papierausdruck skaliert werden muss. Optisch bedeutet dies eine Verkleinerung des Bilds um etwa ein Drittel: Die Auflösung wird grösser, die Abmessung kleiner - die Pixelzahl als Produkt beider Grössen aber bleibt unverändert. Eine Ein-Megapixel-Kamera ermöglicht Bilder mit 1280 Pixel in der Länge und 960 Pixel in der Breite. Da bei einem Farbbild für jeden Bildpunkt drei Byte für die Rot-, Grün- und Blauwerte (RGB) gespeichert werden, ist die Datei etwa 3.6 MB gross. Bei einer Druckauflösung von 200 dpi entsteht ein Papierbild von 12 mal 16 Zentimetern. Eine Fünf-Megapixel-Kamera nimmt Fotos auf, die 2560 mal 1920 Pixel gross sind. Die entstehende Datei ist 14,4 MB gross, das auf einem 200-dpi-Drucker ausgegebene Bild hat das Format 24 mal 32 Zentimeter (etwa DIN A4).

 

Memory-Effekt

Memory = engl. Erinnerung

Der Kapazitätsverlust, der bei sehr häufiger Teilentladung eines Nickel-Cadmium-Akkus mit gesinterten Elektroden auftritt, wird als Memory-Effekt bezeichnet. Wird der Akku also vermehrt nach unvollständiger Entladung wieder aufgeladen, "merkt" er sich den Energiebedarf und stellt mit der Zeit nicht mehr die vollständige Energiemenge zur Verfügung. Elektrisch äussert sich der Effekt in einem frühen Spannungsabfall. Die Folge ist eine geringere nutzbare Kapazität des Akkumulators.

 

Memory Stick

Ein Memory Stick (engl. für Speicherstift) ist ein digitales Speichermedium für Daten. Es ist ein proprietärer Standard von Sony und wurde 1998 eingeführt. Es werden die Varianten Memory Stick (MS), Memory Stick Duo (MSD), Memory Stick Pro (MSP) und Memory Stick Pro Duo (MSPD) unterschieden, die teilweise auch das Suffix Highspeed (HS) tragen. Memory Sticks unterstützen teilweise die MagicGate Technologie und sind in diesem Fall speziell mit einem Schriftzug gekennzeichnet.

Memory Sticks finden in der Produktpalette von Sony im Bereich Unterhaltungselektronik Anwendung. So benutzen viele Sony Camcorder Memorysticks zum Speichern von Bild- und Videodateien. Mit Hilfe eines Kartenlesers können die Daten auf den PC übertragen werden. Des Weiteren werden Memory Sticks in PDAs, MP3-Playern, Handys, in Notebooks, in der Playstation Portable und für den Roboterhund Aibo verwendet. Bei anderen Herstellern sind Memory Sticks dagegen wenig verbreitet, finden aber z.B. in den aktuellen Handys von Sony Ericsson Verwendung.

Kompatibilität
Protokollunterschiede: Sony hat mit Einführung des Memory Stick Pro die Architektur leicht geändert, die Pro-Variante verwendet einen anderen Controller als die ursprünglichen Memory Sticks. Deshalb ist der Memory Stick weder auf- noch abwärtskompatibel. Es gibt aber Geräte, welche über zwei Controller verfügen und damit beide Varianten lesen können.
Mechanische Unterschiede: Anders verhält es sich bei der Kompatibilität von Memory Stick Duo (verkürzte Bauform) zu Memory Stick. Da es sich um mechanische Unterschiede handelt, ist es abhängig vom Kartenslot, welche Karte verwendet werden kann. Mit einem Adapter ist jedoch jeder Memory Stick Duo kompatibel zum Memory Stick, dasselbe gilt für die Kompatibilität vom Memory Stick Pro Duo zu Memory Stick Pro.

MGA

Monochrome Graphics Adapter

Durch die Firma Hercules in den 80er Jahren etablierter Grafikstandard zur Unterstützung monochromer Darstellung (720 x 348 Pixel) auf dem Bildschirm.

IBMs MDA ermöglichte ausschliesslich Textdarstellung mit einer Auflösung von 720 x 350 Bildpunkten. Der MGA der Firma Hercules bot zusätzlich zum MDA-Textmodus auch Grafik mit 720 x 350 Bildpunkten und hat seinerzeit den MDA quasi vom Markt verdrängt.

Eine Kombination aus MGA-Karte und TTL-Monochrom-Monitor war verhältnismässig preiswert (im Jahr 1990 zusammen rund Sfr. 240.-), recht schnell, und ihre Qualität reichte für die meisten professionellen Anwendungen aus. Auch CAD wurde lange Zeit nur monochrom betrieben! Vor allem das kontrastreiche und scharfe Bild eines guten TTL-Monitors war den meisten Farbmonitoren um einiges überlegen.

-> für weitere Auflösungen siehe Grafikstandard

 

MHz

MegaHertz

Ein MegaHertz entspricht einer Million Hertz

-> siehe Hertz

 

Microdrive

Microdrive steht für eine ganze Speichermedien-Klasse, die nach dem gleichen Verfahren funktionieren. Microdrives sind miniaturisierte Festplatten, d.h. magnetische Speicher mit hoher Speicherkapazität und einem Magnetscheibendurchmesser von meist 1 Zoll. Üblicherweise erscheinen Microdrives in Form von CF-Karten. Im Gegensatz zu einer gewöhnlichen CF-Karte erfolgt die Speicherung nicht elektronisch, sondern elektromechanisch.

Das Microdrive wurde ursprünglich von IBM entwickelt. Die erste Generation von Microdrives hatte eine Kapazität von 340 MB sowie 512 MB. Bereits die 340 MB Version wurde von der NASA genutzt, um den kleinen Computern in den Raumanzügen einen ausreichenden Datenspeicher zur Verfügung zu stellen. Die obere Grenze der Kapazität wird durch die Datendichte auf der Festplatte bestimmt. Es sind in Zukunft also Microdrives mit noch höherer Speicherkapazität zu erwarten.

Anwendungsgebiete sind vor allem PDAs, digitale Fotoapparate und MP3-Player.

Ein Microdrive nach den CF-II-Spezifikationen misst 42,8 x 36,4 x 5 mm. Das Speichermedium dreht sich mit 3600 Umdrehungen pro Minute. Die maximale Datenrate beträgt 4,2 MB/s. Da nicht alle CompactFlash-kompatiblen Geräte auch FAT32 unterstützen, kann es gerade bei älteren Geräten zu Komplikationen kommen, wenn ein Microdrive mit mehr als 2 GB verwendet wird. Ältere Geräte unterstützen meist nur FAT16, welches eine Höchstgrenze von 2 GB besitzt.

 

MicroATX

Standard für Mainboards, maximale Abmessungen: 244 × 244 mm. MicroATX-Mainboards können in jedes ATX-Gehäuse eingebaut werden.

Der MicroATX-Formfaktor erfolgte als logische Weiterentwicklung des ATX-Formfaktors, um neueren PC-Technologien gerecht zu werden. Der MicroATX-Standard bietet die gleichen Features wie der ATX-Standard,  bringt aber Vorteile in einigen Schlüsselbereichen. Stromtendenzen in der Industrie zeigen an, dass Benutzer eine Niedrigkostenlösung für ihre PC-Bedürfnisse benötigen. Ohne den Nutzen von ATX zu schmälern, berücksichtigt dieser Formfaktor die Kostenanforderung, indem er die Grösse des Mainboards verringert. Das kleinere Mainboard wird ermöglicht, indem man die Zahl der vom Mainboard zur Verfügung gestellten Schnittstellen verringert. Die geringere Grösse und der gesenkte Stromverbrauch senken die Kosten für Gehäuse und Versorgungsnetzteil. 

Wer's genau wissen will, findet hier die detaillierten Spezifikationen: http://www.formfactors.org/developer%5Cspecs%5Cmatxspe1.2.pdf

 

 

microSD

microSD-Speicherkarten (früher TransFlash) basieren auf der Secure-Digital-Technologie Sie sind sehr klein: Mit 11 x 15 mm ist eine microSD-Karte ungefähr daumennagelgross und nur 1 mm dick.

Das TransFlash Memory Module wurde von SanDisk als wechselbarer Festeinbauspeicher für mobile Geräte (insbesondere Mobiltelefone) entwickelt. Es ist nicht vorgesehen, die Karte ständig zu wechseln wie etwa SD- oder MMC-Karte dies vorsehen; vielmehr ist es eine Speichererweiterung, die es durch Standardisierung erlauben soll, persönliche Daten oder Systemeinstellungen bei einem Gerätewechsel einfach weiterverwenden zu können.

 

Microsoft

Microsoft ist der weltweit grösste Software-Hersteller.

Die Firma Microsoft wurde 1975 von Bill Gates und Paul Allen in Redmond (US-Bundesstaat Washington) gegründet. Beide schrieben eine Programmiersprache für den ersten kommerziellen Microcomputer, den "MITS Altair". Bekannt / berühmt wurde das Unternehmen durch die weit verbreiteten Betriebssysteme MS-DOS, Windows, Windows für Workgroups, Windows 95 und Windows NT sowie Standard-Software wie Word für DOS und Windows sowie Excel. Ausserdem bietet Microsoft Entwicklungsumgebungen für eine Vielzahl von Programmiersprachen an.

Die Erfolgsgeschichte begann 1980:
IBM engagierte die damals noch sehr kleine und unscheinbare Softwarefirma Microsoft, um das Betriebssystem für den ersten Personal Computer von IBM zu liefen. Gates erkannte die einzigartige Chance für sein Unternehmen und kaufte hastig für 50'000 Dollar von einem Programmierer in Seattle die Rechte an einem System namens QDOS und benannte die Software einfach in MS-DOS um ("QDOS" stand übrigens für "Quick and Dirty Operation System"). Gates soll sich damals bereits sicher gewesen sein, dass der am 12. August 1981 vorgestellte PC von IBM eine ganze Industrie begründen würde. Zwar wurde der erste Firmen-Leitspruch "A PC on every desk and in every home" (Ein PC auf jedem Schreibtisch und in jedem Haushalt) bis heute selbst in den USA nicht erreicht, dennoch sind PCs mit einem Microsoft-System allgegenwärtig und sorgen für stetigen Umsatz für die Gates-Firma.

Als Lieferant des Betriebssystems achtete der damals 24 Jahre alte Gates in den Verhandlungen mit IBM clever darauf, nicht die gesamten Rechte abzugeben, sondern nur auf der Basis von Lizenzverträgen zu liefern. 18 Jahre nach der Markteinführung des Personal Computers machte Microsoft 1999 allein mit seinen Betriebssystemen 8.6 Milliarden Dollar (13 Mrd. SFr.) Umsatz, 44 Prozent des gesamten Umsatzes.
Zweite Säule des Geschäfts bei Microsoft sind die Anwender-Programme, vor allem das Büro-Paket Office. Es besteht aus einzelnen Programmen wie Textverarbeitung ("Word"), Tabellenkalkulation ("Excel"), Präsentation ("PowerPoint") oder Datenbank ("Access"). Der Umsatz mit den Anwendungsprogrammen und Entwicklungswerkzeugen überstieg 1999 sogar den Windows-Anteil leicht: 8.7 Milliarden Dollar (13.2 Mrd SFr.). Den restlichen Umsatz von zwölf Prozent (1.8 Mrd Dollar) macht Microsoft mit Spielen, Hardware (Tastatur, Maus) und seinen vergleichsweise bescheidenen Online-Aktivitäten.

Zur Zauberformel von Bill Gates gehören die weit reichenden Synergieeffekte zwischen der Betriebssystem-Programmierung und der Entwicklung der Microsoft-Anwendungsprogramme. Technisch sind Windows und das Office-Paket durch Technologien wie OLE, Active X oder COM eng miteinander verbunden. Ab Windows 98 ist der Browser "Internet Explorer" Teil des Betriebssystems.

Konkurrenzfirmen wie WordPerfect oder Lotus beklagten, dass sie von Microsoft viel zu spät über die Entwicklungen bei Windows informiert wurden. Sie gingen davon aus, dass die Office-Entwickler sich die notwendigen Informationen auf dem Microsoft-Campus von ihren Windows-Kollegen längst besorgt hatten. Microsoft bestritt allerdings immer diskriminierende Praktiken.

Da sich das Office-Paket von Microsoft als Standard in den Büros in aller Welt durchgesetzt hat, sind inzwischen auch die Hersteller von Windows-Konkurrenzsystemen auf Microsoft angewiesen. Apple-Chef Steve Jobs überliess 1997 Bill Gates für 150 Millionen Dollar sogar Anteile an Apple Computer, damit Microsoft das Office-Paket für den Apple Macintosh weiter entwickelt. Sonst hätten sich zum Höhepunkt der Apple-Krise wohl noch mehr Anwender von der damals bedrohten Macintosh-Plattform abgewendet. Aber die ständig wachsende Linux-Gemeinde wartet bislang vergebens auf ein Office-Programm von Microsoft für ihr Betriebssystem. Diese Lücke versucht die deutsche Firma StarDivision mit einem eigenen Office-Paket aufzufüllen, die inzwischen vom Microsoft-Konkurrenten Sun aufgekauft wurde.

Ende 1999 und Anfang 2000 wurde vermehrt über eine Spaltung von Microsoft gesprochen. Dabei geht es vor allem um die Herauslösung der Windows-Entwicklung aus dem Gesamtkonzern, um die enge Verquickung mit der Anwendungsprogrammierung aufzulösen. "Baby-Bill"-Gesellschaften für Office und andere Anwendungsprogramme könnte wiederum ganz unabhängig von politischen Überlegungen ihre Produkte für alle möglichen Betriebssysteme anbieten, von Windows über Linux bis hin zu Apples Mac OS. (Der Ausdruck "Baby-Bills" orientiert sich übrigens an den "Baby Bells", die seinerseits durch die Aufspaltung AT&T entstanden sind).
In einer dritten Firma könnte das Internet-Geschäft von Microsoft zusammengefasst werden. Gates Mannen hatten vergleichsweise spät den Internet-Trend erkannt und erst am 7. Dezember 1995 angekündigt, dass Microsoft die PC-Plattform in das Internet integrieren möchte. Mit Milliarden-Investitionen versuchte Microsoft seitdem, den Vorsprung von Firmen wie AOL auszugleichen.

die Historie in Stichworten:

  • 1975: Der programmierfreudige Bill Gates verlässt mit 19 die Universität Harvard und gründet zusammen mit seinem Freund Paul Allen die Firma Microsoft.
  • 1980: IBM ordert das Betriebssystem für seine ersten PCs bei Microsoft. Gates holt Steve Ballmer zu Microsoft.
  • 1985: Erste Versionen des Betriebssystems Windows entstehen. Seine grafischen Symbole und die Steuerung mit der Maus sollen die Arbeit am PC erleichtern.
  • 1986: Microsoft geht an die Börse. Ein Anteil kostete damals 21 Dollar. Er wäre - ohne Beachtung von Neuemissionen und Aktiensplits - am 13. Januar 2000 umgerechnet etwa 15 000 Dollar wert gewesen.
  • 1990: Windows 3.0 wird ausgeliefert. Das Betriebssystem und seine Nachfolger (Windows 3.1, 95, 98, NT, ME, 2000) laufen heute auf 90 Prozent aller PC weltweit.
  • 1995: Windows 95 kommt auf den Markt. Microsoft kündigt (fast zu spät) sein Engagement im rapide wachsenden Internet an.
  • August 1997: Microsoft und der Konkurrent Apple enthüllen Pläne für eine weit reichende Zusammenarbeit.
  • Oktober 1997: Die Bündelung des Internet-Explorers mit Windows bei der Softwareabgabe an Computerhersteller führt zu Untersuchungen mehrerer Staatsanwaltschaften in den USA. Am 20. Oktober erklärt das US-Justizministerium diese Praxis für unzulässig.
  • 21. Juli 1998: Verkaufschef Steve Ballmer wird Präsident der Microsoft Corporation.
  • 19. Oktober 1998: Beginn eines langwierigen Kartellverfahrens gegen Microsoft.
  • 12. Januar 2000: Medienberichten zufolge befürworten Anwälte des US-Justizministeriums die Aufspaltung des Software-Giganten in zwei oder drei kleinere Unternehmen - sie sogenannten "Baby Bills" (in Anlehnung an die "Baby Bells", die seinerseits durch die Aufspaltung AT&T entstanden sind).
  • 13. Januar 2000: Bill Gates gibt den Vorstandsvorsitz von Microsoft an die Nummer zwei des Unternehmens, Steve Ballmer, ab. Gates will sich als "Chief Software Architect" auf die Entwicklung neuer Softwareprodukte konzentrieren und den Konzern damit fit machen für den Konkurrenzkampf auf neuen Märkten.
  • 17. Februar 2000: Microsoft stellt sein lange erwartetes Betriebssystem Windows 2000 vor. Das für umgerechnet rund 3.2 Milliarden Franken entwickelte Programm gilt als grösstes kommerzielles Software-Projekt der Computergeschichte.

 

MIDI

Musical Instrument Digital Interface

Der MIDI-Standard von 1982 umfasst sowohl Hardware- als auch Software-Komponenten:

Einerseits ist durch MIDI die Hardware-Standard-Schnittstelle festgelegt, mit welcher sich mehrere MIDI-fähige Geräte verbinden lassen. MIDI-Schnittstellen unterstützen damit auch den Datenaustausch digitalisierter Musik zwischen Computern und elektronischen Musikinstrumenten wie beispielsweise Keyboards.

Andererseits ist unter MIDI das standardisierte Datei-Format zu verstehen, mit dem die einzelnen Geräte untereinander kommunizieren. Festgelegt ist auch die Übertragungsrate der Daten. Die MIDI-Dateien enthalten keine Töne, sondern nur die Informationen, die ein Instrument benötigt, um den gewünschten Ton abspielen zu können.

 

MIF

Management Information Format 

MIF ist ein bei DMI verwendetes Format, mit dem die Parameter der zu verwaltenden Hard- und Softwarekomponenten beschrieben werden. Dieses vielseitige Format erlaubt die Verbindung von normalen Daten mit einer Vielzahl von graphischen Elementen. Das MIF-Format kann als ASCII-Format relativ einfach erstellt und bearbeitet sowie unter allen von MapInfo unterstützten Betriebssystemen verwendet werden.

-> siehe auch DMI

 

Mikroprozessor

Ein Mikroprozessor ist das Herzstück jedes Mikrocomputers. Er kann nur relativ einfache Aufgaben erledigen, etwa: "Hole den Wert, der im RAM an der Stelle x steht", oder "Addiere die Zahl x und die Zahl y", das aber mit fast unglaublicher Geschwindigkeit! Er kann also eine enorme Menge dieser Befehle pro Sekunde ausführen. Sehr viele einfache Befehle in der richtigen Reihenfolge aneinandergereiht, ergeben ein Programm, das somit auch kompliziertere Probleme lösen kann.
Die Art, wie der Mikroprozessor auf den Speicher zugreift, bestimmt unter anderem die Arbeitsgeschwindigkeit des Computers. 16-bit-Prozessoren arbeiten schneller als 8-bit-Mikroprozessoren, aber langsamer als ihre 32-bit-Kollegen. Ausserdem spielen noch die Taktrate und die Arbeitsgeschwindigkeit des Speichers eine Rolle. In der breiten Anwendung haben sich heute zwei Mikroprozessor-Reihen durchgesetzt.

Anwender, die auf die Kompatibilität zu IBM Personal Computern angewiesen sind, arbeiten mit Prozessoren der 80x86-Serie. Als leistungsfähiger und einfacher zu programmieren haben sich jedoch die Mikroprozessoren der 680x0-Linie erwiesen, die in vielen anderen Computern eingesetzt werden.

-> siehe Prozessor

 

MIMO

MIMO (Multiple Input, Multiple Output) ist ein Verfahren, um die Stabilität und Übertragungsgeschwindigkeit drahtloser Netzwerkverbindungen zu erhöhen. Bei MIMO-Netzwerkgeräten (WLAN-Karten, -Adaptern, -Access Points, -Routern) verrichtet eine Antennengruppe (meist drei Antennen) ihren Dienst im Verbund. Es ist aber nicht die reine Anzahl der Antennen, sondern die Art der Zusammenarbeit, die MIMO ausmacht. Die Antennengruppe tastet gleichzeitig im gleichen Frequenzspektrum die Umgebung ständig nach physikalischen Hindernissen ab, ohne sich dabei gegenseitig zu stören. Empfangsseitig treffen die gleichen Funkfrequenzen zu verschiedenen Zeiten ein, da sie an Wänden oder anderen Objekten und Gegenständen reflektiert werden. Durch diese Streuung wird eine Funkwelle in mehrere schwächere aufgeteilt. Diese unterschiedlichen Signallaufzeiten nutzt MIMO bei den einzelnen Sendern als charakteristisches Merkmal, um die einzelnen Antennen stärker oder schwächer zu betreiben und so stets eine hohe Übertragungsrate zu gewährleisten. Diese Technik kann sowohl beim Empfang als auch beim Senden genutzt werden.

Auch wenn nur eine Seite (z.B. nur der WLAN-Router) mit MIMO ausgerüstet ist, ist eine merkbare Verbesserung der Übertragungsleistung möglich. Die volle Leistung wird nur erreicht, wenn beide Seiten (z.B. WLAN-Karte im Computer und WLAN-Router) MIMO-fähig sind. 2005 eingeführt, bieten heute verschiedene Hersteller diese Technologie mit verschiedenen Markennamen an, was aber nicht zwangsweise bedeutet, dass die Systeme untereinander kompatibel sind. Das Standardisierungsverfahren 802.11n, das Übertragungsraten bis zu 250 Mbps verspricht, ist noch hängig.

Siehe auch Wikipedia zu MIMO.

 

Mini-DV

Bei Mini-DV handelt es sich um digitales Aufnahmeformat, das sich insbesondere durch eine sehr hohe Bild- und Tonqualität und vielfältige Multimedia-Einsatzmöglichkeiten auszeichnet. Mini-DV stellt den Weltstandard dar, der von 56 Firmen weltweit unterstützt wird. Während im VHS-Format Bilder in etwa 240 horizontale Linien aufgebaut werden, kommen bei Mini-DV über 500 Linien zur Anwendung. Sie können sich leicht vorstellen, dass dadurch Kontraste besser hervorgehoben und Details schärfer dargestellt werden können. Digitalaufnahmen haben darüber hinaus den Vorteil, verlustfrei z.B. auf den PC übertragen werden zu können, wo sie für weitere Einsatzzwecke bereitstehen. Die entsprechenden Mini-DV Camcorder zeichnen sich weiterhin durch eine äusserst kompakte Bauweise aus.
Als Verbindung zwischen beispielsweise Camcorder und Computer wird ein spezielles Kabel benötigt. Es nennt sich nach dem entsprechenden Format Mini-DV-Kabel.

 

MMC

MultiMedia Card

Die MultiMedia Card ist ein permanentes wiederbeschreibbares Speichermedium in kompakter Grösse auf Basis von Flash-Speicherzellen.  Da MMC Cards auch in den SD-Steckplatz eines Gerätes passen und weitestgehend kompatibel zu SD sind, konnten sich die MultiMedia Cards durch den (ehemaligen) Preisvorteil gegenüber SD Cards weiter auf dem Markt etablieren. Ursprünglich sollten MMC-Cards bei 64 MB Kapazität enden. Die Multi Media Card Association (MMCA) hat jedoch die Weiterentwicklung des MMC-Standards vorangetrieben. SD-Slots (Steckplätze) und damit abwärtskompatible MMC-Slots) sind weit verbreitet in vielen mobilen Geräten wie z.B. PDA, Digitalkameras, SmartPhones, Handys und MP3-Playern zu finden.

Grössen

  • Normale Grösse: 32 × 24 × 1,4 mm
  • Verkürzte Bauweise (Reduced Size): 18 × 24 × 1,4 mm

Speicherkapazität

Wie bei allen Flash-Speicherkarten ist die Kapazität einer steten Entwicklung ausgesetzt. MMC-Karten bieten jedoch tendenziell kleinere Kapazitäten als CF- und SD-Karten.

 

MME

Multimedia Extensions

MME war ursprünglich als separates Zusatzpaket zu Windows 3.1 gedacht und bezeichnet heute eine Sammlung von Audio- und MIDI-Funktionen des Betriebssystems, die ein Programm aufrufen können. Es handelt sich dabei um den kleinsten gemeinsamen Nenner, der jedoch leider zum Teil noch aus Kompatibilitätsgründen in 16-bit ausgeführt ist.

-> siehe auch WDM

MMS

Microsoft Media Server Protocol

Proprietäres Format von Microsoft, mit ähnlicher Technologie wie RTP.

-> siehe RTP

 

 

MOB

Man over Board Funktion - Diese Funktion dient dazu einen wichtigen Punkt (an dem man sich gerade befindet - z.B. Mann über Bord) möglichst schnell und einfach zu markieren und sich sofort wieder an diesen hinnavigieren lässt.

 

Modem

Modulator / Demodulator

Ein Modem ist ein Gerät zur Datenfernübertragung, welches eine Verbindung zu einer Gegenstation aufbaut, Signale, die vom Computer kommen, in Töne umsetzt und diese zur Gegenstation sendet, 
und - auf der anderen Seite der Leitung eingesetzt - die empfangenen Töne wieder in maschinenverständliche Signale zurückübersetzt (moduliert). 
Es gibt unzählige Protokolle für Modems, um deren Kommunikation untereinander sicherzustellen. Diese Standards werden vom ITU festgelegt.

Nach dem Streit um eine Spezifikation für 56-kbps-Modems einigten sich die rivalisierenden Hersteller 3Com und U.S. Robotics (X2-Technologie) sowie Rockwell und Lucent (K56flex) Ende 1997 auf einen Kompromiss, der die Interoperatibilität der verschiedenen Gerätetypen gewährleisten soll. Diese erreichten (theoretisch) eine Übertragungsleistung beim Download (Empfang) von 56'000 bits pro Sekunde, beim Upload (Senden) wird die Maximal-Leistung auf 33'600 bits pro Sekunde genannt.

Der neue internationale Standard, der Anfang 1998 von der ITU bestätigt wurde, beinhaltet Elemente beider Übertragungstechniken und ermöglicht es so beiden Seiten, den Sieg für sich zu beanspruchen. Der Standard mit der Bezeichnung V.90 (vorrübergehende Arbeitsbezeichnung "V.pcm" - "pcm" steht für Pulse Code Modulation) wurde im September 1998 endgültig verabschiedet, was allerdings nur noch eine Formalität war.

Hersteller wie 3Com, Diamond oder Cirrus Logic haben für das erste Quartal 1998 bereits entsprechende Software-Upgrades für ihre Modems bereitgestellt.

 

Modulation

Verfahren, um einer hochfrequenten Trägerfrequenz ein niederfrequentes Nutzsignal "aufzubürden", so dass das Nutzsignal gut übertragen werden kann. Üblich sind zum Beispiel:

  • Amplitudenmodulation (AM):
    Das Nutzsignal wird in die Amplitude (= Lautstärke) codiert (z.B. laut = 1, leise = 0) 
  • Frequenzmodulation (FM, FSK):
    Die Abweichung von der Trägerfrequenz ergibt das Nutzsignal. Da bei der Datenübertragung das Nutzsignal nur zwei Zustände hat, ergeben sich zwei Frequenzen, die symmetrisch oberhalb und unterhalb der Trägerfrequenz liegen. Letztere heisst dann auch Mittenfrequenz. Bei V.21 wird zum Beispiel die 0 mit 980 Hz und die 1 mit 1'180 Hz gesendet. Das heisst, die Mitten- / Trägerfrequenz beträgt 1'080 Hz
  • Phasenmodulation (PM, PSK):
    Das (diskrete) Nutzsignal wird durch einen Sprung in der Phase des (im Gegensatz zur FSK festen) Trägers codiert. Das heisst, der normalerweise sinusförmige Signalverlauf wird unterbrochen und ein Stück weiter wieder fortgesetzt. Oft werden mehrere bits gleichzeitig in einen Zustand codiert. 
  • Quadratur-Amplitudenmodulation (QAM):
    Eine Kombination aus AM und PM, wobei ein Teil der Zustände in AM und der Rest in PM codiert werden. Bei V.22 sind dies vier Zustände (zwei bits) mit AM und gleichzeitig weitere vier mit PM. Insgesamt können somit 4*4=16 Zustände bzw. vier bit (ein Quadbit) gleichzeitig übertragen werden.

 

MOHS (Härtegrad)

Friedrich Mohs, ein Geologe, ritzte verschiedene Mineralien aneinander und ordnete sie so nach deren Härte. Durch exemplarisches zuordnen von Zahlenwerten für verschiedene Mineralien entstand eine relative Härteskala, die MOHS-Skala. Sie ist heute weit verbreitet und Härteangaben beziehen sich meist auf sie, wenn nicht anders spezifiziert.

In der nachfolgenden MOHS-Skala ist zum Vergleich auch die als absolute Härte bezeichnete Schleifhärte nach Rosiwal aufgeführt, die den Schleifaufwand des jeweiligen Stoffes charakterisiert und einen besseren Eindruck von den tatsächlichen Härteverhältnissen gibt. Außerdem ist in der Tabelle die Härte nach dem Vickers-Verfahren angegeben. Sie gibt einen Bezug zu den heute gängigen Härtemessverfahren.

Mineral Härte (MOHS) absolute Härte Vickershärte in HV Bemerkungen
Talk 1 0,03 2,4 Mit Fingernagel schabbar
Gips 2 1,25 36 Mit Fingernagel ritzbar
Calcit 3 4,5 109 Mit Kupfermünze ritzbar
Fluorit 4 5,0 189 Mit Messer leicht ritzbar
Apatit 5 6,5 536 Mit Messer noch ritzbar
Orthoklas 6 37 795 Mit Stahlfeile ritzbar
Quarz 7 120 1.120 Ritzt Fensterglas
Topas 8 175 1.427  
Korund 9 1.000 2.060  
Diamant 10 140.000 10.060 Härtestes, natürlich vorkommendes Mineral; nur von sich selbst und (unter Hitzeeinwirkung) von Bornitrid ritzbar (Inzwischen sind einige wenige härtere Materialien bekannt)

Moiré

Darstellungsfehler, der im Mehrfarbendruck auftreten kann, wenn durch eine falsche Winkelung der Auszugsfilme Frequenzüberlagerungen stattfinden.
Ähnliches gibt es bei der Bildschirmdarstellung von gerasterten Bildern oder kritischen Hintergrundmustern.
Eine Moiré ist hier eine Interferenz zwischen der physikalischen Auflösung der Lochmaske und der aktuellen Auflösung der Bildquelle.

 

Mooresches Gesetz

Englisch: Moore's Law

Als Mooresches Gesetz wird die Beobachtung bezeichnet, dass sich durch den technischen Fortschritt die Komplexität von integrierten Schaltkreisen etwa alle 24 Monate verdoppelt. Dieser Sachverhalt bildet eine wesentliche Grundlage der "digitalen Revolution".

Gordon Moore bemerkte in einem Artikel, der am 19. April 1965 – also nur wenige Jahre nach der Erfindung der Integrierten Schaltung (IC) im September 1958 – in der Fachzeitschrift Electronics erschien, dass die Dichte der Transistoren auf einer Integrierten Schaltung mit der Zeit exponentiell ansteigt. Die Presse, die die Geschichte aufgriff, nannte diese Regelmässigkeit dann das Mooresche Gesetz. Es handelt sich dabei allerdings genau genommen nicht um ein wissenschaftliches Naturgesetz, sondern um eine durch empirische Beobachtung begründete Faustregel, die wiederum auf Planungen der Halbleiterindustrie beruht ("Road Map"), die sich über Jahre erstrecken. In diesem Sinne kann das Mooresche Gesetz auch als "Generalplan der Halbleiterindustrie" verstanden werden.

Ursprünglich sagte Moore in seinem Electronics-Artikel eine Verdopplung alle 12 Monate voraus. Er korrigierte seine Beobachtung jedoch 1975 in einer Rede auf der SPIE Konferenz (The International Society of Optical Engineering) auf alle 24 Monate, nachdem sich die stürmische Entwicklung der ersten Jahre verlangsamt hatte.

Nach 1980 wure Moore's Law neu definiert. Zunächst wurden aus der Verdopplungszeit von 2 Jahren auf 18 Monate reduziert, auf die sich nun auch u.a. Intel, IBM und viele weitere Magazine und Experten mit hohem Ansehen beriefen. Zudem wurde die "Verdoppelung der Komplexität" konkretisiert:

  • Verdopplung der Verarbeitungsgeschwindigkeit auf einem Elektronik-Chip alle 18 Monate
  • Verdopplung der Rechenleistung alle 18 Monate
  • Halbierung des Preises für Rechenleistung alle 18 Monate

Weitere Informationen:

 

Motherboard

-> siehe Mainboard

 

Motorfader

Fader, die mit einem Schrittmotor bewegt werden können. Dies ermöglicht es (zum Beispiel bei Digitalpulten), die genaue Position von Reglern zu speichern und später wieder aufzurufen.

 

Motorfader

Fader, die mit einem Schrittmotor bewegt werden können. Dies ermöglicht es (zum Beispiel bei Digitalpulten), die genaue Position von Reglern zu speichern und später wieder aufzurufen.

MOV

Dateiendung für Filme im QuickTime-Format. 

 

MP33

MPEG 2.5 Audio Layer III

MP3 ist eine Multimedia-Entwicklung der Fraunhofer-Gesellschaft (FhG) zur effektiven Komprimierung von Musik.

"MP3" ist nicht mit MPEG-3 zu verwechseln, sondern steht für "MPEG 2.5 Audio Layer III". MP3 ist ein Audio-Format, das eine hohe Kompression von Audio-Daten bei sehr geringem Qualitätsverlust ermöglicht. Somit bleibt der Frequenzgang und der Signal-Rauschabstand praktisch erhalten. Eventuelle Verluste sind selbst auf High-End-HiFi-Anlagen kaum hörbar - vorausgesetzt die Dateien wurden entsprechend erstellt. Entwickelt wurde MP3 aber ursprünglich als Kompressionsverfahren für Audio-Kanäle auf Video-CDs. In diesem Bereich hat jedoch das amerikanische AC-3 Format das Rennen gemacht.

Laut Karlheinz Brandenburg, einem der MP3-Väter, verlief die Entwicklung des Formats in vier Stufen:
Zwischen 1986 und 1989 wurde im wesentlichen Grundlagenforschung betrieben. 
Die zweite Phase, die Standardisierung, begann Ende 1988 mit MPEG-Audio. 
1992 wurde das Audiocodierverfahren von der Moving-Picture-Expert-Group, einem Komitee der Internationalen Standardorganisation ISO, als "MPEG Layer III", kurz MP3, standardisiert.
Die Entwicklung verlief weiter bis 1994, wobei die Forscher später an Nachfolgeverfahren mitgearbeitet haben. MP3 besteht in seiner heutigen Form seit 1994..

Das Kompressionsverfahren basiert darauf, dass für den Menschen "unhörbare" Audio-Informationen, wie z.B. Töne, welche von ihrer Lautstärke her unter dem von uns wahrnehmbaren Bereich liegen, entfernt werden. Viele Töne werden auch durch andere überlagert. Dies mag einige "High-End-Musikkonsumenten" zum Haareraufen veranlassen, die hörbaren Unterschiede des komprimierten Materials zum Original sind jedoch verschwindend gering und die Ersparnis an Datenmenge ist enorm: Stereo-Aufnahmen lassen sich um den Faktor 1:10 bis 1:20 verkleinern. Zum Beispiel ist ein 3½ Minuten langes Musikstück (44 kHz / Stereo) unkomprimiert ca. 35 MB gross - MP3-komprimiert können schon ca. 1.5 MB genügen.

Somit ist es einfach, auch grosse Mengen von Musikdaten zu archivieren. Es passen beispielsweise ca. 11 herkömmliche Alben auf eine einfache CD! MP3-Dateien können erheblich schneller und kostengünstiger über das Internet versendet werden als z.B. die weitverbreiteten und um ein Vielfaches grösseren Wave-Dateien.

Ein weiterer Vorteil des MP3-Formats ist, dass es ein sogenanntes Headerless-File-Format ist: MP3-Dateien können zwar einen Header besitzen, dieser ist jedoch nicht unbedingt nötig, um die Datei abzuspielen (ein Header ist ein Informationsblock am Anfang einer Datei). Diese Tatsache hat zur Folge, dass man durchaus ein Stück aus der Mitte einer Datei "herausschneiden" und trotzdem noch abspielen kann. Ausserdem wird dadurch das so genannte Streaming möglich.

"Wenn es nach dem Willen engagierter Programmierer geht, wird sich die Sound-Komprimierung mit dem psychoakustischen Verfahren MPEG Layer 3 allgemein durchsetzen" - so die Einschätzung Oktober 1997.
Allerdings scheiterte die MP3-Codierung lange vor allem an den hohen Kosten: Wer die von der deutschen Fraunhofer-Gesellschaft entwickelten MP3-Komprimierungsfunktionen in seinen Programmen anwenden wollte, wurde mit 5-stelligen Dollarbeträgen zur Kasse gebeten. Das hat sich aber schlagartig geändert, als weitere Anbieter MP3-Komprimierungs-Programme offerierten.
Allerdings sind die Kosten für das Komprimierungsverfahren MP3 auch Mitte 2000 noch nicht von Pappe: Anbieter von MP3-Hardware zahlen 50 Cent pro Gerät, Sites ein Prozent des Song-Preises pro Download, mindestens aber 15'000 Dollar pro Jahr. Die Gebühren werden von Thomson Multimedia eingetrieben, das MPEG Audio Layer 3 (MP3) vom Fraunhofer Institut in Lizenz genommen hat.

 

MPEG

Motion Pictures Expert Group

Von dieser Gruppe werden Dateiformate und Verfahren zum platzsparenden Komprimieren und Speichern von Video- und Multimediadaten (Video-, Bild- und Tondaten) in hoher Qualität festgelegt. Der MPEG-Standard unterteilt sich inzwischen in MPEG-1, MPEG-2, MPEG-3 und MPEG-4, wobei der MPEG-3-Standard mittlerweile in MPEG-2 integriert wurde.
Um die riesige Datenmengen von Filmen (90 Minuten Spielfilm, 25 Einzel-Bilder pro Sekunde, hohe Auflösung, viele Farben -> ergeben ca. 120 GB Daten) mit herkömmlichen PCs verarbeiten und transportieren zu können, werden in regelmässigen Abständen von üblicherweise 12 Bildern sogenannte Intra-Frames abgespeichert. Dies sind JPEG-komprimierte Einzelbilder. Die Bilder zwischen diesen Intra-Frames werden nach Möglichkeit nicht komplett abgelegt. Es werden lediglich Informationen abgespeichert, die enthalten, wie man die Bilder durch Verschieben von Teilen aus vorangehenden oder nachfolgenden Bildern zurückgewinnen kann. Dazu werden auch vorausschauende "Predicted Frames" und "Bi-directionale Frames" verwendet. Da diese Technik jedoch nie perfekt klappt, werden zusätzlich pro Bild die verbleibenden Abweichungen noch JPEG-kodiert abgespeichert. Mit dieser Methode lässt sich der Datenaufwand für einen Video-Film um etwa 99% verringern. Die mögliche Kompression führt zu einem Verhältnis von bis zu 200:1.

 

MPEG-1

Motion Pictures Expert Group

Dieses Komprimierungsverfahren wurde für flüssige Video-Wiedergaben entworfen und weist daher die grössten Kompressionsraten auf. Die MPEG-1-Komprimierung und Dekomprimierung war ursprünglich ein hardwareabhängiges Verfahren. Dies ist allerdings mittlerweile, dank der schnellen Prozessor-Technik, auch ein Softwaredekomprimierung möglich.

Das MPEG-1 Verfahren weist folgende Eckdaten auf:

  • 25 Bilder/Sekunde, keine Information zwischen den Halbbildern
  • Auflösung von 352 x 288 Pixel 
  • 1.2 bis 3 Mbps

 

MPEG-2

Motion Pictures Expert Group

Der wesentliche Unterschied zwischen MPEG-1 und MPEG-2 besteht darin, dass MPEG-2 besser mit dem beim Fernsehen eingesetzten Zeilensprungverfahren (Interlace) umgehen kann. Das Geheimnis von MPEG-2 liegt in der Kompression auf höchster Qualitätsstufe, so dass Filmmaterial nahezu 1 zu 1 in Studioqualität bearbeitet und editiert werden kann. Dank dieser guten Komprimierungs-Qualität etablierte sich MPEG-2 zu einem Broadcaststandard.

Die Spezifikationen des MPEG-2 Verfahrens:

 

MPEG-3

Motion Pictures Expert Group

Der Teil des MPEG-3-Standard, der für High Definition TV-Qualität (HDTV) vorgesehen war, wurde mittlerweile in den MPEG-2-Standard eingebunden. MPEG-3 ist nicht mit MP3 zu verwechseln!

 

MPEG-4

Motion Pictures Expert Group

MPEG-4 ist eine Weiterentwicklung des MPEG-2-Formats und befindet sich seit 1996 in der Entwicklung. Obwohl MPEG-4 ursprünglich als ein Codierungsstandard für audiovisueller Daten mit sehr niedriger Bitrate gedacht war, diente die Entwicklung weit mehr Zwecken als lediglich dem Streaming von linearen Mediendaten bei Internet- und drahtlosen Anwendungen. MPEG-4 stellt beispielsweise effiziente Mechanismen zur Komprimierung und Distribution interaktiver Medieninhalte bereit. Ausserdem verfügt MPEG-4 über 3D-Potentiale, um künstliche Intelligenzen zu visualisieren oder Avatare darzustellen. Letzteres zum Beispiel im Rahmen von Videokonferenzen.

Die Komprimierungsrate als solche ist bei MPEG-4 nicht höher als bei MPEG-2, aber "Sprites" können besser komprimiert werden, weil dem Codier-Mechanismus dafür wesentlich mehr Zeit zur Verfügung steht. Die Skriptsprache ermöglicht es, in wenigen Bytes Operationen wie "verschieben" wesentlich schneller durchzuführen, als es die digitalisierte, komprimierte Form der gleichen Operation ermöglichen würde. Mit Hilfe der "Sprites" können beliebig konturierte Standbilder über sich bewegende Bilder geschoben werden.

Microsofts erste Umsetzung von MPEG-4 ist seit Windows 98 auf jedem Windows-PC installiert und beschränkt die maximale Datenrate auf 256 kbps. Für ein ruckelfreies Video in ansprechender Qualität ist das zu wenig. Durch den "DivX-Hack" wurde die Erhöhung der Bitrate auf bis zu 6000 kbps möglich. Doch eine so hohe Bitrate ist gar nicht notwendig: 600 kbps sind bereits ausreichend um einen DVD-Film in ansehnlicher Qualität konvertieren zu können.

 

MPPE

Microsoft Point-to-Point-Encrytion

MPPE ist ein in Windows integriertes Verschlüsselungsprotokoll. Es ist in der Lage über das Internet verschiedene LANs miteinander zu verbinden.

-> siehe auch: PPP, VPN

 

MRAM

MRAM ist die Bezeichnung für Speicherchips hoher Packungsdichte auf Magnetbasis.

Bevor das Silizium Einzug in die Speichermedien gehalten hat, basierten diese auf magnetisierbaren Eisenkernen - mit dem Vorteil, dass auch bei einer Stromunterbrechung gespeicherte Informationen nicht verloren gingen. Das Booten war dadurch überflüssig und wird durch MRAMs wieder überflüssig werden, da sich das gesamte System immer im Hauptspeicher befindet. Ausserdem könnten diese Speicherchips für wesentlich leichtere Notebooks sorgen, denn die heute verwendeten RAMs benötigen in bestimmten Abständen energieaufwendige Refresh-Spannungsstösse, um "fit" zu bleiben. Diese entfallen bei den MRAMs.

Bis es soweit ist, wird allerdings noch etwas Zeit vergehen. Prof. Burkhard Hillebrands von der Uni Kaiserslautern entwickelt diese Chips in Zusammenarbeit mit Siemens. Er glaubt, dass serienreife MRAMs frühestens im Jahre 2005 auf den Markt kommen werden.

 

ms

Millisekunde

Eine Millisekunde ist die Bezeichnung für 0.001 Sekunden, das heisst also eine Tausendstel-Sekunde. Vergleichbar mit dem mm - Millimeter - welcher ebenfalls einen Tausendstel-Meter bezeichnet. Viele Zeitspannen, wie zum Beispiel die Zugriffszeit von Laufwerken auf ihre Medien oder die Latenzzeit, die Zeit zwischen Tastenanschlag und dem Erklingen des entsprechenden Tones (im MIDI Bereich häufig verwendet), werden in der Einheit ms angegeben.

 

MS-DOS

Microsoft Disk Operating System

Vom US-Hersteller Microsoft entwickeltes Betriebssystem für PCs, das weltweit am weitesten verbreitet war und von Windows abgelöst wurde.

Anfang und Ende von MS-DOS:

  • August 1981: MS-DOS 1.0 basiert auf 4'000 Programmzeilen Assembler-Code, kann einen Arbeitsspeicher bis 64 kB verwalten und Daten auf Disketten mit 160 kB speichern. In drei Dateien stellt es die grundlegenden Dienste für den IBM PC zur Verfügung, dazu einige Hilfsprogramme wie Edlin oder Format.
  • Mai 1982: Die Version 1.1 erscheint. Sie unterstützt ein doppelseitiges Diskettenformat. 
  • März 1983: Microsoft präsentiert MS-DOS 2.0, das die neuen IBM PC/XT-Rechner mit Festplatten bis zehn MB unterstützt und erstmals Unterverzeichnisse erstellen kann. 
  • Oktober 1983: Mit dem IBM PC Junior erscheint MS-DOS 2.1. Verschiedene PC-Hersteller bieten sie später als Version 2.11 an, die wie 2.1 internationale Zeichensätze enthält und deshalb zur MS-DOS-Schlüsselversion wird. 
  • August 1984: MS-DOS 3.0 unterstützt den neuen PC/AT. Sie kann 1.2-MB-Disketten und 20-MB-Festplatten ansprechen. 
  • März 1985: MS-DOS wird mit der Version 3.1 Netzwerk-tauglich und kann auch den erweiterten Speicher oberhalb von 640 kB ansprechen. (Windows 1.0 erscheint.) 
  • Dezember 1985: MS-DOS 3.2 arbeitet auch mit den neuartigen 3½-Zoll-Laufwerken zusammen - allerdings nur für 720 kB
  • April 1987: MS-DOS 3.3 kann eine Festplatte in Partitionen unterteilen und 1.44-MB-Disketten lesen und beschreiben. Zudem erhält die Version 3.3 die Möglichkeit zur Erstellung selbstablaufender Programm-Routinen, die sogenannten Batch-Dateien. 
  • November 1988: Mit MS-DOS 4.01 ist man nicht mehr auf 32 MB grosse Festplattenpartitionen angewiesen - möglich sind jetzt bis zu zwei GB! Die Version arbeitet mit Expanded Memory zusammen. Eine grafische Benutzerführung - die DOS-Shell wird mitgeliefert. 
  • Juni 1991: MS-DOS 5.0 führt eine bessere Speicherverwaltung ein: es unterstützt XMS (Extended), EMS (Expanded) und HMA-Speicher. Zudem bringt die Version 5 eine überarbeitete DOS-Shell und einen komfortablen Text-Editor. 
  • März 1993: MS-DOS 6.0 brachte u.a. komprimierte Laufwerke, verbessert die Zusammenarbeit mit Windows und unterstützt CD-ROM-Laufwerke. Ansonsten wurde die Anwender-Gemeinde mit hinzugekauften und nur grob aufeinander abgestimmten Tools bei Laune gehalten. Die letzte ECHTE von Microsoft herausgebrachte Version war 6.22. - Erstmals werden mehr Anwendungsprogramme für Windows als für DOS verkauft. 
  • September 1995: MS-DOS ist nur noch ein "Unterbau" von Windows 95 und kein selbständiges Betriebssystem mehr - wird in dieser Form manchmal auch "MS-DOS 7" genannt. 
  • März 1998: Microsoft verabschiedet sich endgültig von seinem ersten Computer- Betriebssystem. Das Ende für das altgediente System verkündete Bill Gates Ende März auf der Entwickler-Konferenz WinHEC in Orlando (Florida). "Windows 98" wird danach die letzte Windows-Version sein, die auf "MS-DOS" aufbaut. "Der Nachfolger von Windows 98 wird eine Art Windows NT für Verbraucher sein", sagte Gates. 1999 steht fest, dass er damit Windows2000 meinte.

 

MTC

MIDI-Timecode

Synchronisation mit Harddisk-Recordern oder digitalen Multitrack-Recordern, die ihr internes Zeitmaß direkt oder über ein zusätzliches Interface in das MTC-Format umrechnen können. Meist muss der Recorder als Master verwendet werden. Manche Geräte sind jedoch auch in der Lage, einem empfangenen MIDI-Timecode zu folgen.

 

MT/s

Million Transactions per second

MTBF

mean time between failure

Bezeichnet den mittleren Ausfallsabstand: den Zeitraum, in dem ein Gerät statistisch gesehen ohne Defekt reibungslos funktioniert.

 

Mt. Rainier

Mit dem neuen Mount Rainier-Format soll das Brennen von CD-RWs ähnlich einfach wie das Beschreiben einer Diskette werden - theoretisch bereits seit Anfang 2002. In der Praxis hingegen standen den Bemühungen der Hersteller, alle aktuellen Laufwerke mit MR auszurüsten so manche Probleme entgegen - vor allem beim Defect Management.

100-prozentige Mount Rainier-Kompatibilität ist offenbar schwer zu erreichen. Man möchte zwar - und erstaunlicherweise preisen auch sehr viele Hersteller die Mount Rainier-Fähigkeiten ihrer neuen Laufwerke an - aber vor allem die Realisierung des Defect Managements bereitete starke Probleme. Was im Endeffekt dazu führte, dass zwar etliche CD-Schreiber als Mount Rainier-kompatibel ausgewiesen werden, dieses bis auf einige Ausnahmen aber nur zu Teilen der Wahrheit entspricht.

Um eine Mt. Rainier-Kompatibilität feststellen zu können müssen die Brenner die Mt. Rainier-Testsuite durchlaufen. Die Mount Rainier-Testsuite ist eine Software, die überprüft, ob ein Laufwerk innerhalb kürzester Zeit CD-RW-Medien paketweise beschreiben, gleichzeitig im Hintergrund formatieren und fehlerhafte Speicherblöcke verwalten kann. Vor allem Letzteres, das so genannte Defect Management, bereitete den meisten Geräten unüberwindbare Schwierigkeiten. 

Mit Mount Rainier haben die Hersteller Grosses vor. Endziel ist die endgültige Ablösung des guten alten Diskettenlaufwerks, welches den Computerbesitzern bereits seit den frühen Tagen des Personal Computings begleitet. Dazu fehlt bislang allerdings, ausser einer umfassenden Umsetzung der Vorgaben, auch die Integration in bestehende Betriebsysteme. Zur Zeit benötigt man, ähnlich wie beim altbekannten Packet Writing, einen besonderen Treiber, der dem Betriebsystem den Brenner als Diskettenlaufwerk nahe bringt. Dieser wird von Drittanwendern wie Ahead (InCD 3.0) oder SAI (Write CD-RW! Pro 3.0) angeboten. Erst spätere Betriebsystem-Versionen sollen diesen Treiber bereits von Haus aus mitbringen. 

Einen Mount Rainier-konformen Brenner erkennt man übrigens am EasyWrite-Logo.

 

Multicast

Multicast bezeichnet das Übertragen einer Nachricht an eine ausgewählte Gruppe von Empfängern. Ein einfaches Beispiel für Multicasting ist das Versenden einer E-Mail-Nachricht an eine Anschriftenliste. Tele- und Videokonferenzen laufen auch über Multicasting, benötigen jedoch widerstandsfähigere Protokolle und Netzwerke.

Es werden Standards entwickelt, um Multicasting über TCP/IP-Netzwerke wie das Internet zu stützen. Diese Standards, IP Multicast und Mbone, werden es den Benutzern erleichtern, sich in Verbindung mit Multicast-Gruppen zu setzen.
Zu beachten ist, dass sich Multicasting auf das Übertragen einer Nachricht an eine ausgewählte Gruppe bezieht, während mit Broadcasting das Senden einer Nachricht an alle an das Netz angeschlossenen Benutzer gemeint ist.

Die Begriffe Multicast und Narrowcast werden oftmals synonym verwendet, obwohl sich Narrowcast normalerweise auf das Handelsmodell bezieht, während mit Multicast die für die Datenübertragung tatsächlich verwendete Technologie gemeint ist.

 

Multi-Display

Die von Matrox entwickelte Multi-Display-Technologie (wie z.B. DualHead und TripleHead) ermöglicht die Unterstützung von zwei, drei oder vier Displays mit nur einer einzigen Grafikkarte und bietet zahlreiche produktivitäts-steigernde Modi und Konfigurationen!

Bei den meisten PC-Anwendungen wird es zunehmend schwieriger, alle benötigten Informationen gleichzeitig auf dem Bildschirm anzeigen zu lassen. Darum steigt die Nachfrage bei PC-Nutzern nach mehr Bildschirmarbeitsfläche. Die Lösung für das Platzproblem heisst Multi-Display! Durch einen, zwei oder sogar drei weitere Bildschirme lassen sich die benötigten Programm- bzw. Arbeitsfenster bequem und übersichtlich anordnen. So bleibt alles im Blickfeld und "greifbar". Ob nun für Börsenhändler, Architekten, Ingenieure oder Website Entwickler, die Multi-Display-Technologie verändert die PC-Arbeitswelt der professionellen Anwender durch den schnellen und einfachen Zugriff auf alle benötigten Schlüsselinformationen.
Die Displays wie z.B. RGB-Monitore, analoge oder digitale Flachbildschirme und sogar TV-Geräte können verschieden miteinander kombiniert werden.

 

Multitasking

Die Fähigkeit eines Betreibssystems oder allgemeiner Software mehrere Aufgaben (tasks) scheinbar gleichzeitig auszuführen. Die Prozesse werden weiterhin nacheinander abgearbeitet. Sie werden aber in so kurzen Abständen abwechselnd aktiviert und abgearbeitet, dass der Eindruck von Gleichzeitigkeit entsteht.

 

MVCD

Mole Video-CD

Die MVCD eignet sich gut dazu, hochauflösende Filme in MPEG-1 auf eine CD oder DVD zu brennen.
MVCDs sind sogenannte Templates für den TMPG-Encoder die es ermöglichen bis zu 130 Minuten (mit MVCDex bis zu 200 Minuten) Film mit einer hohen Auflösung in MPEG-1 oder MPEG-2, auf eine CD zu brennen. Die Auflösungen der MVCD-Templates reichen von 352x288 Pixel (VCD) bis zu 720x576 Pixel (DVD). Unterstützt wird das MVCD-Format unter anderem vom Brennprogramm Nero Burning ROM. Die Vorteile im Vergleich zum VCD-Format sind eine wesentlich bessere Bildqualität und viel bessere Farbverläufe trotz geringerer Dateigrösse.

MX

Mail eXchanger

Das ist der Rechner, der Mails an die Domain entgegennimmt. Durch die Verwendung von MX-Records in der Konfiguration legen Sie fest, in welcher Reihenfolge weitere Rechner diese Aufgabe bei einer Störung übernehmen sollen.

 

 

© 2003 ARCHmatic

 

Top